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Verkehrssicherheit von Gehölzen

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hat im Bereich der Bundeswasserstraßen die Verkehrssicherungspflicht wahrzunehmen. Insbesondere die Verkehrssicherheit der vorhandenen Gehölze muss durch regelmäßige Baumschauen, die von fachkundigen Mitarbeitern der WSÄ durchzuführen und zu dokumentieren sind, nachgewiesen werden.

Es ist Aufgabe unseres Referates, die WSV bei der Wahrnehmung dieser Verpflichtung zu unterstützen und fachliche Grundlagen dafür zu schaffen. Wir beraten die Wasser-und Schifffahrtsämter bei der Verkehrssicherheitsprüfung von Gehölzen, führen sie teilweise selbst durch und sind beteiligt bei der Aus- und Fortbildung der zuständigen Mitarbeiter. Außerdem hat unser Referat im Rahmen eines WSV-Arbeitskreises einen „Leitfaden Baumkontrolle an Bundeswasserstraßen“ erarbeitet, der unter Berücksichtigung der rechtlichen und fachlichen Anforderungen und der spezifischen Bedürfnisse der WSV bundesweit einheitliche Vorgaben macht.

Der Leitfaden wurde unter unserer Federführung von einer Arbeitsgruppe aus Landespflegern und Juristen im Jahr 2013 aktualisiert. Die überarbeitete Fassung betont unter anderem folgende Aspekte:

  • In der freien Landschaft und im Wald erfolgt keine Baumkontrolle
  • Es gibt keine von vorneherein risikoträchtige Baumart
  • Konkretisierung der Negativkontrolle einheitlicher Baumbestände
  • Enge Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde bei Handlungsbedarf
  • Einhaltung des naturschutzrechtlichen Vermeidungsgebotes.Beurteilung des Baumzustands und Ende der Regelkontrolle erst nach Abnahme der Sicherungsmaßnahme durch den Baumprüfer
  • Regelmäßige verwaltungsinterne Fortbildung von Baumprüfern und deren Vorgesetzten

Seit 2015 werden auch Schulungen für Mitarbeiter des Bundesforsts der BImA durchgeführt, der die WSV bei der Wahrnehmung der Verkehrssicherungspflicht unterstützt. Rechts unter "Weiteres zum Thema" findet sich ein Erfahrungsbericht von zwei Teilnehmern.

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