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Unterhaltung an Bundeswasserstraßen

Themenkarten eines UnterhaltungsplansThemenkarten eines Unterhaltungsplans

Es ist Aufgabe der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, an den Bundeswasserstraßen im Rahmen der Unterhaltung einen ordnungsgemäßen Zustand für den Wasserabfluss sowie die Schiffbarkeit zu erhalten. Dabei ist den Belangen des Naturhaushalts Rechnung zu tragen. Bild und Erholungswert der Gewässerlandschaft sind zu berücksichtigen, und die natürlichen Lebensgrundlagen sind zu bewahren. Unterhaltungsmaßnahmen müssen darüber hinaus die Bewirtschaftungsziele berücksichtigen, die sich aus der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ergeben (§ 8 WaStrG).

Als Eigentümerin der Bundeswasserstraßen ist die WSV auch für die Durchführung der wasserwirtschaftlichen Unterhaltung zuständig, die gemäß § 39 WHG die Pflege und Entwicklung der Gewässer beinhaltet. In diesem Rahmen leistet sie einen aktiven Beitrag zur Erreichung dieser Bewirtschaftungsziele.

Unser Referat unterstützt die Wasser- und Schifffahrtsämter dabei, die naturschutzrechtlichen Belange zu berücksichtigen und die Unterhaltungsmaßnahmen ökologisch möglichst günstig zu gestalten. Neben Einzelfragen wie z. B. sukzessivem Gehölzumbau zur Entwicklung verkehrssicherer und standortheimischer Gehölzbestände werden auch Planungen und Konzepte für ganze Wasserstraßenabschnitte erarbeitet, die jetzt auch die wasserwirtschaftliche Unterhaltung integrieren. Diese Rahmenkonzepte, Unterhaltungspläne und Unterhaltungshinweise beinhalten die unterhaltungsrelevanten Aspekte mit unterschiedlicher Genauigkeit.

Rahmenkonzepte zur Unterhaltung

Einige Wasser- und Schifffahrtsämter haben den Anspruch, für ihren gesamten Amtsbereich unterhaltungsrelevante Informationen vorzuhalten. Grund dafür sind die gestiegenen naturschutzfachlichen Anforderungen wie Natura 2000, Artenschutz oder WRRL. Hierfür hat die BfG das „Rahmenkonzept zur Unterhaltung“ entwickelt. Es enthält kleinmaßstäblich allgemeine Angaben zur Unterhaltung, zu Abstimmungsverläufen mit den zuständigen Behörden sowie die Darstellung der relevanten Schutzgebiete. Bestehen in einem Amtsbereich besondere Unterhaltungsprobleme, wie z. B. bei der Verkehrssicherheit standortfremder Gehölze, können diese schwerpunktartig aufbereitet werden. Das Rahmenkonzept zur Unterhaltung enthält allerdings keine speziellen, d. h. flächenkonkreten Unterhaltungsanweisungen. Dazu ist die Erarbeitung detaillierter Unterhaltungspläne notwendig.

Unterhaltungspläne

Die BfG erarbeitet seit ca. 20 Jahren Unterhaltungspläne im Auftrag der WSV. Sie sind ein erprobtes und etabliertes Instrument zur ökologischen Optimierung der Unterhaltungsmaßnahmen an den Bundeswasserstraßen.

Unterhaltungshinweise

Auf der Grundlage eines Unterhaltungsplanes, der für einen repräsentativen Gewässerabschnitt erarbeitet wurde, können vom zuständigen ABz für vergleichbare Strecken Unterhaltungshinweise aufgestellt werden. Hierbei werden die Ergebnisse des vorliegenden Unterhaltungsplanes auf diese Strecken übertragen. Die Übertragung berücksichtigt die erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen, die Schutzgebietskulisse sowie vorhandene Angaben zu geschützten und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten.

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