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Projekt "Systemverständnis und Küstenmanagement"

Ökologie der Nordsee-Ästuare: Zusammenstellung und Auswertung aktueller und historischer Daten und Dokumente

Ansprechpartnerinnen: Mareike Rieken, Mailin Eberle

Die Ökologie der Flussmündungen von Weser, Ems und Elbe hat sich sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts stark verändert. Ein größerer Tidenhub, Deichbaumaßnahmen, Ausbau der Fahrrinne oder die Einwanderung von Neozoen sind Beispiele für Faktoren, die Lebensräume und Artengemeinschaften von Tieren und Pflanzen in den Nordseeästuaren verändert haben. Die Ursachen sind vielfältig und nicht immer ist der Mensch allein dafür verantwortlich – auch natürliche Vorgänge wie nacheiszeitlicher Meeresspiegelanstieg, Sturmfluten und morphologische Veränderungen wirken sich aus. Diese und andere Faktoren sind seit langem als potentielle Ursachen für Veränderungen in den Ästuaren bekannt. Und doch gibt es bis heute kaum Abschätzungen darüber, welchen Anteil die einzelnen Faktoren an Veränderungsprozessen wie z. B. der Zunahme des Tidenhubs haben. Denn dies zu ermitteln ist bei derartig komplexen Systemen sehr schwierig und nur begrenzt möglich.

Küstenlandschaft der Ems-Dollart RegionKüstenlandschaft der Ems-Dollart Region

Bisherige Untersuchungen betrachteten meist nur einzelne Aspekte wie den Gewässerausbau oder den Klimawandel. Das Projekt „Systemverständnis und Küstenmanagement“ trägt nun Untersuchungen und Grundlagendaten zu allen diskutierten Ursachen systematisch zusammen und analysiert diese vergleichend für die Ästuare von Ems, Weser und Elbe. So will man einer Abschätzung der Anteile verschiedener Ursachen näher kommen – zumindest hinsichlich der Größenordnung.

Das Projekt soll das Systemverständnis erweitern und damit die Wissensbasis für Gutachten und Untersuchungen verbessern. Es soll Erkenntnisse zu Faktoren liefern, die entscheidend sind für Veränderungen der ökologischen Bedingungen in Nordseeästuaren. Dieses Wissen kann hilfreich sein, wenn es darum geht, Maßnahmen der WSV in den Ästuaren zu planen oder zu priorisieren, aber auch zur Erreichung der Ziele gemäß WRRL.

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