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Referat M5 – Geodäsie und Fernerkundung

Die Geodäsie ist die Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche (HELMERT, 1880). Sie erfasst den Zustand und die Veränderungen der Erdoberfläche und ermöglicht so deren Analyse, Bewertung und Visualisierung. Ihre Fachbereiche Erdmessung, Ingenieurgeodäsie, Hydrographie, Topographie, Kartographie und Geoinformatik stellen anwendungsneutrale Geobasisdaten bereit, wie beispielsweise Koordinaten, Geländemodelle oder Karten. Diese werden in vielen anderen Disziplinen benötigt – unter anderem in der Hydrologie, Morphologie, Ökologie oder im Wasserbau. So unterstützt die Geodäsie raumbezogene Entscheidungsprozesse und trägt mit ihren Grundlagendaten zur Digitalisierung im Verkehrswesen bei.

Die Fernerkundung spielt dabei eine immer größer werdende Rolle. Hier liefern Sensoren aus der Distanz Informationen auf Basis des sichtbaren Lichtes oder sonstiger elektromagnetischer Wellen, wie beispielsweise Radar-Sensoren. Die Geodaten können großräumig und weitestgehend automatisch erfasst werden – und dies auch aus Bereichen, die sonst nicht oder nur mit hohem Aufwand zugänglich wären. Zur Messdatenerfassung werden meist digitale Kamera-, Radar- und Lasersensorsysteme eingesetzt, die von Satelliten, Flugzeugen oder Drohnen (UAV) getragen werden. Sie erfassen sowohl geometrische als auch umweltbezogene Informationen der Erdoberfläche.

Verarbeitungsschritte: Planen - Navigieren - Messen - Erfassen - Analysieren - Modellieren - Darstellen - BeratenGeodäsie und Fernerkundung an Deutschlands Wasserstraßen, von den Messdaten bis zu den Geodatenprodukten

Die Arbeitsschwerpunkte des Referats "Geodäsie und Fernerkundung" sind es, anwendbare Techniken und Methoden zur Erfassung von Geodaten und deren Verarbeitung bis zum Nutzerprodukt zu entwickeln. Die Aktivitäten stehen im Zusammenhang mit gewässerbezogenen Fragestellungen. Die raum- und umweltbezogenen Geodaten betreffen den gesamten Wasserlauf inklusive der Wasserwechselzone und der Vorländer. Das Referat M5 erbringt Leistungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung und Standardisierung. Des Weiteren ist es gutachterlich und beratend tätig, vor allem für das BMVI, die WSV, das BMU, das Havariekommando oder die wasserwirtschaftlichen Dienststellen der Länder. Bei besonders anspruchsvollen Fragestellungen werden auch Projekte von der Messkonzeption bis zum fertigen Produkt bearbeitet. Das Referat arbeitet mit nationalen und internationalen Partnern zusammen. Dazu zählen das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, andere Bundesbehörden, Bund/Länder-Gremien, Landesvermessungsverwaltungen, Verbände und Kommissionen sowie Messsystemhersteller und Ingenieurfirmen.

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