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Digitale Geländemodelle des Wasserlaufs (DGM-W)

Digitale Geländemodelle des Wasserlaufs (DGM-W) sind ein wesentliches Basisprodukt zur Bearbeitung gewässerkundlicher, wasserwirtschaftlicher, wasserbaulicher und ökologischer Aufgabenstellungen an Bundeswassertraßen. Sie werden unter anderem von Fachkollegen in der BfG, der WSV oder der BAW benötigt. Ein DGM-W bildet die Vorlandbereiche und das Gewässerbett einschließlich der Wasserwechselzone mit allen hydraulisch relevanten Bauwerken ab. Je nach geografischer Lage der Wasserstraße wird zwischen Binnen- und Küstenbereich unterschieden.

Bei der DGM-W Herstellung werden zunächst die Anforderungen des Nutzers in einer Leistungsbeschreibung festgehalten. Da bei einer Befliegung mit Laserscanning mehrere Millionen Messpunkte pro Quadratkilometer entstehen, wird das Projektgebiet zunächst in Teilbereiche und anschließend in Kacheln von einem Quadratkilometer Größe unterteilt. So bleiben die in den Teilbereichen entstehenden Datenmengen handhab- und bearbeitbar.

Die 3-D-Erfassung der Geländeoberfläche erfolgt nach dem Stand der Technik durch flächenhaft abtastende Sensoren, üblicherweise durch flugzeuggestütztes Laserscanning und Bildmatching.

Weitere wichtige Grundlagen, die zur Erstellung des DGM-W herangezogen werden, sind plausibilisierte Fächer- und Linienecholotdaten des Gewässergrunds sowie 3-D-Strukturkanten (siehe "Forschung, Entwicklung").

Das Ergebnis ist ein qualitätsgesichertes DGM-W, das in verschiedenen Modellvarianten, Bezugssystemen und Datenformaten für unterschiedliche Fragestellungen genutzt werden kann.

Entstehung eines DGM-WsEntstehung eines DGM-Ws: Befliegung, Laserpunkte in einer 1 x 1 km²-Kachel, Ausschnitt aus fertigem DGM-W (v. li n. re.)

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