Navigation und Service

Fernerkundung von Gewässern

Die Fernerkundung kann wertvolle Daten über Binnengewässer liefern – nicht nur zum Gewässerlauf selbst, sondern auch zu den Vorländern und zum gesamten Einzugsgebiet. Die Daten betreffen zum Beispield Hydrologie, Geotopografie, Vegetation, Hochwasser, Temperaturen oder Trübung eines Gewässers. Je nach Fragestellung sind mehrere Fachbereiche in der BfG an einer Aufgabe beteiligt, wobei das Referat M4 zentraler Ansprechpartner für die Fernerkundung ist. Es unterstützt die Fachkollegen, führt selbst Pilotprojekte durch und entwickelt Methoden und Verfahren.

In vielen Fällen entscheidet die räumliche Auflösung der Fernerkundungsdaten über deren Verwendbarkeit. An Gewässern wird meist eine hohe Auflösung benötigt. Deswegen sind Satellitendaten oft nicht die erste Wahl, sondern je nach Aufgabenstellung sind Flugzeuge oder sogar kleinere, unbemannte Systeme besser geeignet. Meistens ist es die Kombination von Fernerkundungsdaten, Vor-Ort-Messungen und numerischen Modellen, die das erforderliche Gesamtbild ergeben.

In den vergangenen Jahren hat die Nutzung von Fernerkundungsdaten für Aufgaben an Gewässern zugenommen. Das Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus" der EU wird diesen Trend in den nächsten Jahren noch verstärken, denn es baut auf den neuen, leistungsfähigen Sentinel-Satelliten auf, verfolgt eine freie Datenpolitik und wird die Verfügbarkeit von Fernerkundungsdaten verbessern.

Grafik-Collage für Temperatur, Trübung, Überflutung, Eis, Vegetation, Photogrammetrie, BodenfeuchteBeispiele für Anwendungsfelder der Fernerkundung für Binnengewässer bzw. Hydrologie

Diese Seite

© 2017 BfG