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Statistik und Validierung der Ölfernerkundung

BfG, Havariekommando und BSH bewerten das in Deutschland eingesetzte Verfahren zur Ölbekämpfung auf Nord- und Ostsee. Im Projekt geht es vor allem um die Erfolgsquote der Fernerkundungstechniken und um Möglichkeiten der Optimierung, z. B. durch neuartige Satellitendaten.

Zum Schutz der Nord- und Ostsee vor Ölverschmutzungen wird ein kombiniertes Verfahren aus Fernerkundungstechniken und Ölbekämpfungsschiffen eingesetzt. Satellitenbilder geben erste Hinweise auf mögliche Verschmutzungen, die dann gezielt mit speziell ausgerüsteten Flugzeugen erkundet werden. Wird die Verschmutzung bestätigt, kann ein Driftprognosemodell Ausbreitung und Geschwindigkeit des Schadstoffteppichs vorausberechnen. Mit diesen Informationen kann das Havariekommando in Cuxhaven die Ölbekämpfungsschiffe optimal an ihren Einsatzort dirigieren. Das Verfahren hat sich seit Jahren in der Praxis bewährt und soll jetzt auf seine Wirksamkeit und auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht werden.

Im Projekt "Statistik und Validierung der Ölfernerkundung" erarbeiten BfG, Havariekommando und BSH eine Erfolgsbilanz dieses Verfahrens. Die bisherigen Fälle werden ausgewertet; die Ergebnisse sollen Hinweise liefern auf die Aufklärungsquote und auf mögliche Verbesserungen des Einsatzablaufs. Insbesondere die eingesetzten Fernerkundungstechniken sollen auf ihre Wirksamkeit und mögliche Optimierungen untersucht werden. Das betrifft unter anderem die Art der verwendeten Daten, deren Auswertung und die Datenflüsse wie z. B. zwischen Fernerkundung und Driftmodell. Während des Projekts soll ein praxistaugliches statistisches Verfahren zur Bewertung der Ölverschmutzungseinsätze entwickelt werden. Weitere Fragen sind: Können neue Datenquellen, z. B. von optischen oder Radar-Satelliten, die Wirksamkeit des bisherigen Einsatzverfahrens verbessern? Lässt sich die Genauigkeit der Driftprognose durch die Verwendung von Fernerkundungsdaten verbessern?

Karte: Häufigkeit der SatellitenüberfliegungenAbdeckungsshäufigkeit der Satellitenbilder (Nord-/Ostsee), die Deutschland 2012 aus dem CleanSeaNet-Dienst der EMSA (European Maritime Safety Agency) erhalten hat

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