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EU-Projekt Neptune

Wie sieht die Kläranlage der Zukunft aus? Welches sind die neuen Qualitätsziele der Abwasserbehandlung? Wie lassen sich diese definieren, umsetzen und routinemäßig überwachen? Das waren einige der Fragen, die das EU-Projekt Neptune während seiner etwa dreijährigen Laufzeit (1.1.2007 – 31.3.2010) bearbeitet hat.

Die Abwasserbehandlung in Deutschland und Europa steht vor neuen Herausforderungen. Waren Kläranlagen bislang hauptsächlich dazu da, die Gewässer vor dem Eintrag von Nährstoffen und hygienischer Verunreinigung zu schützen, kommen zukünftig weitere Aufgaben hinzu. Beispiele sind die Entfernung von Arzneimittelrückständen oder die Nutzung des Klärschlamms zur Energiegewinnung bzw. zum Nährstoff-Recycling. Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie enthält Anforderungen an die Gewässergüte und beeinflusst somit die Qualitätsziele der Abwasserbehandlung.

Das Projekt Neptune untersuchte unter anderem neue, weitergehende Stufen der Abwasserbehandlung – z. B. die Ozon-Behandlung oder den Einsatz von Aktivkohle und Pflanzenklärstufen als Ergänzung der bestehenden zwei Reinigungsstufen (mechanisch, biologisch).

Aufgabe der BfG war es, Schadstoffe und deren biologischen Abbau in der Abwasserbehandlung zu identifizieren und zusammen mit der Universität Frankfurt deren Toxizität zu beurteilen (Leitung WP 3). Dazu entwickelte die BfG Verfahren zur Beurteilung von Qualität und Risiko der Abwasserreinigung. Hygienische und chemische Parameter sowie bestimmte ökotoxikologische Testverfahren (in vivo und in vitro-Tests) bildeten die Grundlage für diese Beurteilung.

Das Projekt lieferte neue Erkenntnisse, unter anderem zur

  • Bedeutung biotischer und abiotischer Transformationsprozesse in der Nitrifikation
  • Bildung von Oxidationsprodukten bei der Ozonung von Spurenstoffen und deren Toxizität.

Die Ergebnisse sind auf der Neptune-Website nachzulesen.

KlärbeckenNitrifikation in der Kläranlage Wolfersheim

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