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Orkan Xaver: BfG beobachtet extreme Wellen in der Nordsee (06.12.2013)

Am 5. und 6. Dezember 2013 wurde die deutsche Nordseeküste von einer durch den Orkan Xaver bedingten, sehr schweren Sturmflut getroffen. Neben außergewöhnlich hohen Wasserständen an den Küsten waren extreme Seegangsverhältnisse in der Deutschen Bucht zu verzeichnen.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde betreibt auf der Forschungsplattform FINO 1, welche 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der Nordsee liegt, ein System zur Beobachtung des Seegangs. Dazu hat sie im Rahmen des vom BMVBS geförderten Forschungsprojekts "RiSeARaF" ein Array von Radarfüllstandssensoren entwickelt und auf der Plattform installiert. Mit diesem System konnte nun die Seegangsentwicklung während des Orkans vermessen werden. Sensoren an vier unterschiedlichen Positionen ermittelten die charakteristischen Seegangsparameter Wellenhöhe, mittlere Wellenperiode und -richtung sowie die Richtungsstreuung.

Die zugehörigen Zeitreihen der Wasserspiegelauslenkung für die Extremwelle sind in der Grafik dargestellt. Die durch die vier Sensoren ermittelte maximale Wellenhöhe betrug durchschnittlich 15,5 Meter! Diese Beobachtung korrespondiert übrigens gut mit den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, der für dieses Sturmereignis Wellen von bis zu 17 Metern Höhe vorhergesagt hatte.

Die statistische Auswertung der Wellenbeobachtung ergab, dass zu Beginn des 6.12.2013 jede hundertste Welle eine Höhe von mehr als 10,9 m hatte und jede tausendste eine Wellenhöhe von mehr als 14,1 m.

Detaillierte Informationen zu Messung und Sturmereignis sind im anhängenden Informationsblatt oder bei den Autoren Dr. habil. Ulrich Barjenbruch (Tel. 0261/1306-5406, barjenbruch@bafg.de) und Dr.-Ing. Stephan Mai (Tel. 0261/1306-5322, patrick.wagner@bafg.de) erhältlich.

Wasserspiegelauslenkung während des Orkans "Xaver"Wasserspiegelauslenkung während des Orkans "Xaver"

Forschungsplattform "FINO 1"Forschungsplattform "FINO 1"

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