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KLIWAS-Statuskonferenz in Berlin (12.11.2013)

Am 12. und 13. November fand in Berlin die dritte und letzte Statuskonferenz zum Forschungsprogramm KLIWAS statt. Fünf Jahre betrug die Laufzeit des Programms, KLIWAS endet zum 31.12.2013. An der Spree wurden nun ausgewählte Ergebnisse vorgetragen. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde war maßgeblich beteiligt.

Mehr als 250 Teilnehmer aus Behörden, Universitäten, Verbänden und der Wirtschaft fanden den Weg nach Berlin ins Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) zur Abschlusskonferenz des KLIWAS-Forschungsprogramms. Fünf Jahre lang haben über 100 Wissenschaftler in 30 Projekten mit unterschiedlichen Kooperationen und Auftragnehmern geforscht. Im Erich-Klausener-Saal wurden nun die wesentlichen Ergebnisse und Kernaussagen zu den „Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt in Deutschland“ präsentiert.

Mit 15 Vorträgen war die BfG stark im Programm vertreten. Themen wie Abflussregime und Eisbildung im 21. Jahrhundert, Änderungen in der Flussbettbildung, der Auenvegetation oder bei ästuarinen Sedimenten wurden dabei behandelt, aber auch die künftig mögliche Situation der Gewässergüte oder Überlegungen zu Anpassungen von Bewertungsverfahren. „Das möglicherweise wichtigste Ergebnis unserer Forschungen ist der methodische Fortschritt, den wir bei der Einschätzung der Klimafolgen erzielt haben“, so Prof. Dr. Hans Moser, Abteilungsleiter Quantitative Gewässerkunde in der BfG und gleichzeitig Sprecher für das Forschungsprogramm KLIWAS.

Begleitend zur Konferenz erschienen zwei Publikationen, die die Forschungsergebnisse und deren Bedeutung für das Management der Wasserstraßen beinhalten: zum einen die Tagungsbroschüre "KLIWAS kompakt", in der die auf der Konferenz vorgestellten Kernaussagen der Forschung wiedergegeben werden. Zum anderen die Broschüre „Die Zukunft von Wasserstraßen und Schifffahrt gestalten in Zeiten des Klimawandels“, welche die ersten Schlussfolgerungen des BMVBS aus den Forschungsergebnissen darlegt. Beide Publikationen stehen auch zum Download bereit (siehe unten).

Die Veröffentlichung aller Ergebnisse wird in Form einer Synthese Mitte 2014 und durch eine Vielzahl von Einzelpublikationen der jeweils beteiligten Fachdisziplinen erfolgen.

Vielseitiges Lob erntete das KLIWAS-Programm nicht nur aufgrund der erzielten Ergebnisse. Auch die in der Netzwerkbildung gewonnenen Erfahrungen fanden große Anerkennung. Das Forschungsprogramm KLIWAS ist beispielgebend für eine mit großen Synergien verbundene Zusammenarbeit von Ressortforschungseinrichtungen. KLIWAS hat damit den Grundstein gelegt für ein Expertennetzwerk des BMVBS. Dieses Netzwerk bietet den Ressortforschungseinrichtungen sowie Fach- und Aufsichtsbehörden des BMVBS die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Kooperation zu allen Themen rund um Verkehr und Infrastruktur.

In einer Ausstellung am Rande der Konferenz präsentierten sich acht künftige Netzwerkpartner. Neben den vier Einrichtungen, die KLIWAS tragen, dies sind die Bundesanstalt für Gewässerkunde, die Bundesanstalt für Wasserbau, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie der Deutsche Wetterdienst, auch weitere Institutionen wie die Bundesanstalt für Straßenwesen oder das Eisenbahnbundesamt.

Weiterführende Informationen zum Forschungsprogramm sind auf der KLIWAS-Website zu finden.

Prof. Dr. Hans Moser (Bundesanstalt für Gewässerkunde) bei seinem VortragProf. Dr. Hans Moser (Bundesanstalt für Gewässerkunde) bei seinem Vortrag

Blick in den Erich-Klausener-SaalPlenum der KLIWAS-Statuskonferenz im Erich-Klausener-Saal

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