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Neue Werkzeuge für die Wasserbewirtschaftung: BEWASYS und ÜWA (19.10.2011)

„Überregionale Wasserbewirtschaftung – Entwicklung und Einsatz eines Informationssystems und verschiedener Modelle“ lautete das Thema einer Veranstaltung, die am 12./13. Oktober in Hannover stattfand. Rund siebzig Fachleute aus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, den Wasserwirtschaftsverwaltungen der Länder, von Universitäten, Ingenieurbüros und anderen Einrichtungen trafen in der niedersächsischen Landeshauptstadt zusammen.

Zentrales Thema des Kolloquiums war die Wasserbewirtschaftung der Kanäle zwischen Rhein, Weser, Elbe und Oder, die in den Betriebszentralen der WSV Datteln, Minden und Magdeburg/Rothensee gesteuert wird. Bei der Bewirtschaftung der Kanäle sind nicht nur wechselnde regionale und natürliche Gegebenheiten von Bedeutung, sondern auch die unterschiedlichen Interessen der Nutzergruppen wie Schifffahrt, Wassergewinnung oder Freizeitgestaltung. Neben der Wassermenge sind auch Aspekte der Gewässergüte und -ökologie zu beachten. Um eine nachhaltige und energetisch optimierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen zu gewährleisten, wurden zwei neue Werkzeuge entwickelt: das Modell BEWASYS und die Informationsplattform ÜWA.

BEWASYS Rhein-Oder ist das Instrument der Bundesanstalt für Gewässerkunde, mit dem die Wasserbewirtschaftung der Kanal- und Flussstauhaltungen zwischen Rhein und Oder simuliert werden kann. Das gemeinsam mit dem Institut für Wasser und Gewässerentwicklung des Karlsruher Institutes für Technologie entwickelte mathematische Modell ist in seiner räumlichen Ausdehnung und zeitlichen Diskretisierung gegenwärtig einmalig in Deutschland. Der BfG-Bericht „BEWASYS Rhein-Oder: Tageswertmodell zur Simulation der Wasserbewirtschaftung der Bundeswasserstraßen zwischen Rhein und Oder“ beschreibt das Modell, seine Parametrisierung und sein Einsatzgebiet. Der Bericht ist über die BfG-Bibliothek erhältlich. (http://bibliothek.bafg.de).

ÜWA bedeutet „Überregionale Informationsplattform zur optimierten Wasserbewirtschaftung“. Dieses Werkzeug steuert den kontinuierlichen Datenaustausch zwischen den genannten Betriebszentralen. ÜWA ist eine Informationsplattform für die Fachleute der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Landesbehörden, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit. Sie steht voraussichtlich Ende 2011 unter der Adresse http://www.uewa.wsv.de zur Verfügung.

Beide Anwendungen entstanden in enger Zusammenarbeit mit den drei Wasser- und Schifffahrtsdirektionen West, Mitte und Ost, der Bundesanstalt für Gewässerkunde und dem Dienstleistungszentrum Informationstechnik im Geschäftsbereich des BMVBS.

Teilnehmer am PCAn unterschiedlichen PC-Terminals konnten die Teilnehmer bereits während des Kolloquiums praktische Eindrück von der Arbeit mit BEWASYS und ÜWA gewinnen

Foto: Bundesanstalt für Gewässerkunde

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