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Regionale Moselkonferenz in der BfG (05.05.2010)

"Die 1. Regionale Moselkonferenz soll die Moselanrainer miteinander ins Gespräch bringen, um gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung der Moselregion zu finden“. So Michael Behrendt, Direktor und Professor der Bundesanstalt für Gewässerkunde, zur Eröffnung der gemeinsamen Veranstaltung von Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz, Deutscher Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und Bundesanstalt für Gewässerkunde. Am 4. Mai 2010 trafen sich in Koblenz ca. 150 Wissens- und Entscheidungsträger, um den Handlungsrahmen zu diskutieren und abzustecken. Leitlinie des Handelns ist nicht nur das Ziel, mehr gemeinsam zu tun, sondern auch die erweiterte Verantwortlichkeit der WSV infolge der geänderten Wassergesetze.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Mosel zur Schifffahrtsstraße ausgebaut worden, die Energiewirtschaft konnte die Wasserkraft nutzen. Beim Bau der Wehre, Schiffsschleusen und Wasserkraftanlagen wurde durch angepasste Bauweisen darauf geachtet, dass Charakteristik und Landschaftsbild des Moseltals erhalten blieben. Ebenfalls in diesem Zeitraum ist die Wasserqualität durch große Anstrengungen der Kommunen und der Industrie deutlich verbessert worden.

In der Gegenwart geht es nun darum, die Nutzung der Mosel als Verkehrsweg stärker als bisher ökologisch zu begleiten. Grundsätzlich sollen die Werte und Ziele der Region als Lebensraum und Kulturlandschaft im Rahmen der Maßnahmen integriert werden.

Um bestehende Engpässe für die Schifffahrt insbesondere durch die Schleusen zu beseitigen und Wartezeiten in der Transport- und Freizeitschifffahrt zu verkürzen, sollen bis 2030 alle zehn deutschen Staustufen an der Mosel ausgebaut werden. In diesem Zuge werden vorhandene Fischtreppen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit einem Aufwand von 30 Mio. € saniert bzw. neu gestaltet. Damit werden die Anforderungen nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllt und die Durchgängigkeit für Fische verbessert.

Die Konferenz machte deutlich, dass die Zukunft der Moselregion in einer Symbiose von Verkehr, Wasserkraft, Wassertourismus, Ökologie und Naturschutz unter grundsätzlicher Absicherung der Verkehrs- und Wirtschaftsinteressen liegt. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde ist als wissenschaftliches Institut des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in diesen Gestaltungsprozess intensiv eingebunden.

Michael BehrendtMichael Behrendt, Direktor und Professor der Bundesanstalt für Gewässerkunde, eröffnet die Moselkonferenz

Michael BehrendtGrußworte von Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, dem neuen Oberbürgermeister der Stadt Koblenz

Diskussionsteilnehmer im PublikumAus dem Fachpublikum kamen zahlreiche Diskussionsbeiträge

PodiumsdiskussionBirgit Pielen (4. v. li.), Redaktionsleiterin der Rhein-Zeitung, moderierte die Podiumsdiskussion

Fotos: M. Hils/BfG

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