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Bundestagsabgeordnete zu Besuch in BfG (01.10.2007)

Einer Einladung des Personalrats des Wasser- und Schifffahrtsamtes Koblenz folgend, stand an diesem Tag eine Bereisung der Lahn auf dem Programm, um hier insbesondere die touristischen Aspekte einer Bundeswasserstraße näher zu betrachten. Annette Faße ist sowohl Mitglied im Verkehrsausschuss als auch im Tourismusausschuss des Bundestages, und darüber hinaus tourismuspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Ursula Mogg beschäftigt sich schon länger mit Fragen zum Lahn-Tourismus, fließt die Lahn doch durch ihren Wahlkreis.

Beim Kurzbesuch in der BfG standen das persönliche Kennenlernen und Einblicke in die Aufgabensituation im Vordergrund: der stellvertretende Personalratsvorsitzende, Dr. Michael Schleuter, wies in seiner Begrüßung besonders auf die angespannte Personalsituation hin, wo z.B. den anhaltenden Personalkürzungen im öffentlichen Dienst einerseits der zeitnahe Einsatz der zur Verfügung stehenden Investitionsmittel andererseits gegenüber steht.

Dr. Fritz Kohmann, kommissarischer Leiter der BfG, zeigte bei der Vorstellung der Bundesanstalt und ihrer Aufgabenfelder auch konkrete Berührungspunkte zu den Gästen auf: fachlich zum Beispiel „sind auch in der Politik Instrumente gefragt, die bei der Entscheidungsfindung helfen“. An solchen „Entscheidungsunterstützungssystemen“ (auch DSS = decision support system genannt) im gewässerkundlichen Bereich wird in der Bundesanstalt mit Erfolg gearbeitet. Oder räumlich: der Flugplatz Nordholz bei Cuxhaven liegt im Wahlkreis von Annette Faße. Von dort starten Flugzeuge der Bundeswehr im Rahmen der internationalen Seeüberwachung unter anderem auf der Suche nach Ölverschmutzungen. Bei der Konzeption und Weiterentwicklung der Sensorik des Überwachungssystems ist die BfG durch das Referat M4 „Geoinformation und Fernerkundungsverfahren“ seit Jahren vor Ort beratend tätig.

Anlässlich der aktuellen Klimadiskussion und der dadurch ausgelösten Kontroversen bei Planungsfragen wurde diskutiert, inwiefern die Wasserstraßen als wichtiger Verkehrsträger betroffen seien. Die aktuellen globalen Niederschlagsszenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zeigen z.B. für ganz Deutschland einen Trend zur Verringerung der Sommerniederschläge. Was dies jedoch in der notwendigen „Übersetzung“ für einzelne Flüsse und damit für die Schifffahrt zu bedeuten hat, sei Gegenstand der Aufgaben der BfG und ein künftiger Beitrag zur nationalen Anpassungsstrategie. Die dafür existierenden Modelle kommen derzeit noch zu recht unterschiedlichen Aussagen. Festzuhalten sei jedoch, dass neben den ansteigenden Temperaturen häufigere Extremereignisse, wie Trockenperioden oder Hochwässer, wahrscheinlicher werden.

Zurückkommend auf die eingangs angesprochene Personalsituation, konnten die Politikerinnen aber keine Entwarnung geben. „Personalkürzungen im öffentlichen Dienst wird es auch weiterhin geben. Aber ich habe die Hoffnung, dass das Verkehrsressort in Zukunft nicht mehr ganz so stark betroffen sein wird“, so Annette Faße abschließend.

Die beiden Bundestags-Abgeordneten Ursula Mogg und Annette Faße MdB's Fasser und Mogg bei der BfGMdB Ursula Mogg (li) und MdB Annette Faße

Fritz Kohmann im Dialog mit den beiden Bundestagsabgeordneten Dialog zwischen Dr. Fritz Kohmann und den beiden BundestagsabgeordnetenFritz Kohmann im Dialog mit den beiden Bundestagsabgeordneten

Gruppenbild Gruppenbild anlässlich des Besuchs der MdB's Annette Faße und Ursula MoggTeilnehmer der Gesprächsrunde in der BfG

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