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Leuchtturm "Roter Sand" - Ausstellung in der Bundesanstalt für Gewässerkunde

Der Leuchtturm "Roter Sand" in der Außenweser vor Bremerhaven ist unzweifelhaft das bekannteste Leuchtfeuer Deutschlands. Nicht zuletzt die 2004 erschienene Briefmarke der Deutschen Post hat zu dieser Berühmtheit beigetragen.

Historisch gesehen war der Bau des Turms eine herausragende wasserbautechnische Leistung. Es war das erste „Off-Shore“-Bauwerk der Welt, an Bohrinseln dachte damals noch niemand. Nach einem ersten katastrophalen Fehlschlag im Herbst 1881 wurde 1883 erneut mit dem Bau des Leuchtturms auf dem „Roten Sande“ begonnen. Alle Widrigkeiten des Bauplatzes am Rande der offenen See wurden überwunden, so dass am 01.11.1885 das Leuchtfeuer in Betrieb genommen werden konnte.

Nach fast 80 Jahren verließ die letzte Besatzung 1964 den Turm. Sein Schicksal schien besiegelt, da er für die moderne Navigation nicht mehr gebraucht wurde. Der Leuchtturm „Alte Weser“ mit zeitgemäßer technischer Ausstattung hatte die Funktion als Leitfeuer für die Weserschifffahrt übernommen.

Auf Druck der Küstenbevölkerung und mit Hilfe vieler „Leuchtturmfans“ konnte der Turm aber erhalten werden. 1987 wurde der Turmsockel unter Federführung des Wasser- und Schifffahrtamtes Bremerhaven mit großem technischen Aufwand saniert. Die finanziellen Mittel stellten der Bund, das Land Niedersachsen und der Förderverein „Rettet den Leuchtturm Roter Sand“ bereit. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernahm den Turm und somit die Verantwortung für seine Erhaltung. Nach aufwändiger Außensanierung und denkmalgerechter Innenrestaurierung wurde der Leuchtturm 1999 für Tagesbesucher und Übernachtungsgäste freigegeben. Schnell entwickelte er sich zu einem Touristenmagneten.

Die Ausstellung im Foyer der Bundesanstalt für Gewässerkunde zeigt neben Exponaten zu Leuchttürmen allgemein und zum Leuchtturm "Roter Sand" im Besonderen auch denkmalgeschützte Objekte der hiesigen Region, die unter der Obhut des Ortskuratoriums Koblenz-Mittelrhein stehen.

Noch bis zum 25. November 2005 kann die Ausstellung in den Zeiten montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr besichtigt werden. Die Ausstellung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Foto der AusstellungseröffnungAusstellungseröffnung im Foyer der Bundesanstalt für Gewässerkunde (Foto: A. Hommes)

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