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BfG-Wissenschaftler erhält Frankfurter Preis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2021 (2.11.2021)

Der Biologe Christian Scherer beschäftigte sich in seiner Dissertation mit Mikroplastik in Binnengewässern. Für seine Arbeit verlieh ihm ein Kuratorium der Goethe Universität Frankfurt einen von zwei Hauptpreisen. Denn in seiner Promotion leistete Christian Scherer einen großen Beitrag für ein besseres Verständnis zu Herkunft, Verbleib und Wirkung der Mikroplastikpartikel.

Christian Scherer (rechts) und ein BfG-Kollege bei Probenahmen an der Elbe. Christian Scherer (rechts) und ein BfG-Kollege bei Probenahmen an der Elbe.Christian Scherer (rechts) und ein BfG-Kollege bei Probenahmen an der Elbe. Quelle:  BfG

Die Belastung der Binnengewässer und Meere mit Mikro- und Makroplastik ist eine der großen gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Schätzungen zufolge wird sich die Plastikproduktion bis 2050 weltweit verzehnfachen, mit entsprechend steigenden Einträgen in die Umwelt. Obwohl die Wissenschaft in den vergangenen Jahren bereits große Anstrengungen unternommen hat, sind noch immer viele Fragen offen: So sind beispielsweise noch nicht alle Auswirkungen der Kunststoffpartikel auf einzelne Organismen und das Nahrungsnetz insgesamt verstanden. Auch der Eintrag, der Transport sowie der Verbleib der Polymere in großen Fließgewässern ist noch nicht vollständig geklärt. Einen wichtigen Baustein für ein besseres Verständnis zu Herkunft, Verbleib und Wirkung von Mikroplastik in Binnengewässern leistete der BfG-Biologe Christan Scherer im Rahmen seiner Doktorarbeit.

Frankfurter Preis für Umwelt und Nachhaltigkeit

Die herausragende Arbeit wurde am 20. Oktober 2021 im Rahmen einer Feierstunde auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität gewürdigt. Christian Scherer erhielt einen von zwei Hauptpreisen des „Frankfurter Preises für Umwelt und Nachhaltigkeit 2021“. Neben Scherer wurden vier weitere Nachwuchswissenschaftler/-innen für ihre Qualifikationsarbeiten im Feld der Umwelt- und sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsforschung ausgezeichnet.

Ausgewählt wurden die Preisträger/-innen vom Kuratorium „Frankfurter Preis für Umwelt und Nachhaltigkeit“ unter Vorsitz der Professorin Birgit Blättel-Mink. Für den Preis bewerben durften sich alle Angehörigen der Goethe-Universität, die seit dem 1. April 2020 eine wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten abgeschlossen haben, die Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zum Thema haben. Christian Scherer ist seit dem 1. Juli 2019 an der BfG tätig und fertigte seine Dissertation im Rahmen des Projekts „Mikro- und Makroplastik in Bundeswasserstraßen – Beschreibung von Zustand, Transportmechanismen, ökologischen Risiken und Managementoptionen“ an. Gleichzeitig war Scherer als Promotionsstudent an der Goethe-Universität Frankfurt eingeschrieben.

In seiner Promotionsarbeit beschäftigte sich Scherer u. a. mit Konzept- und Methodenentwicklung für die Separation von Mikroplastik aus Umweltproben. Weitere Aufgaben waren die quantitative und qualitative Analyse des Mikroplastik-Vorkommens sowie die Charakterisierung der Aufnahme und Toxizität von Mikroplastik in aquatischen Stellvertreterorganismen.

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