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Naturnahe Gewässerentwicklung – die BfG beim IWASA (14.01.2019)

Wasserbewirtschaftung und ökologische Gewässerentwicklung miteinander in Einklang bringen – in diesem Spannungsfeld fand vom 10. bis 11. Januar 2019 das Internationale Wasserbau-Symposium Aachen statt. Die BfG war mit einem Stand auf der Fachausstellung sowie einem Fachvortrag beim diesjährigen Branchentreff des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft präsent.

Die 49. Ausgabe des Internationalen Wasserbau-Symposiums Aachen (IWASA) widmete sich dem Thema „Naturnahe Gewässerentwicklung – Beiträge aus Praxis und Forschung“. Der Einladung des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH Aachen folgten 570 Wasserexperten, um sich über veränderte Anforderungen und Rahmenbedingungen sowie neue Erkenntnisse bei Renaturierungsmaßnahmen an Fließgewässern auszutauschen. Aufgrund dynamischer Prozesse und komplexer Wechselwirkungen sind derartige Maßnahmen häufig vielschichtig, aufwändig und nicht selten von Rückschlägen bedroht. Das Thema "Naturnahe Gewässerentwicklung" ist daher dauerhaft aktuell und wird in vielfältiger Weise auch an der BfG mit Forschung untersetzt.

Hydromorphologie und Mikroplastik

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde ist seit vielen Jahren Gast beim IWASA, das traditionell Anfang Januar stattfindet. In diesem Jahr beteiligte sich die BfG mit einem Fachvortrag durch Dr. Ina Quick (Referat M3). In dem Themenblock „Hydromorphologie“ diskutierte die Geographin anhand vier ausgewählter Beispiele die Bedeutung und den Einfluss der Hydromorphologie für die Gewässerentwicklung. Zudem präsentierte die Wissenschaftlerin in ihrem Vortrag unterschiedliche Ansätze zum Monitoring der Hydromorphologie inklusive Sedimentdynamik und des Einflusses von Sedimentmanagementmaßnahmen in und an Bundeswasserstraßen.

Fachlicher Austausch am BfG-StandFachlicher Austausch am BfG-Stand Quelle:  Dominik Rösch (BfG)

Zum Themenblock „Mikroplastik“ zeigte die BfG an ihrem Stand Poster mit aktuellen Forschungsergebnissen sowie einen Elektroseparator – ein etwa backofengroßes Gerät, mit dessen Hilfe in Sedimentproben enthaltene Kunststoffteilchen mittels hydrostatischer Aufladung für weitere Analysen abgetrennt werden können. Am BfG-Stand erklärte die Geographin Dr. Friederike Stock den Besuchern im laufenden Betrieb die Funktionsweise des Geräts anhand von Sedimentproben aus dem Rhein bei Koblenz, die eigens zu diesem Zweck vorbereitet wurden.

Dr. Ina Quick bei ihrem Vortrag auf dem diesjährigen IWASADr. Ina Quick bei ihrem Vortrag auf dem diesjährigen IWASA Quelle:  Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University

Forschung für saubere Flüsse

Intakte Flüsse und Seen sowie sauberes Grundwasser erfüllen vielfältige Funktionen und sind von großem gesellschaftlichem Nutzen. Dies gilt auch für die ca. 7.300 km Binnenwasserstraßen und 23.000 km² Seewasserstraßen in Deutschland. EU und Bundesregierung haben zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, um die Wasserbewirtschaftung und ökologische Gewässerentwicklung besser als bisher miteinander in Einklang zu bringen. Anknüpfungspunkte, um die Forschungsarbeit der BfG in diesem Bereich zu verstetigen, sind beispielsweise das Bundesprogramm Blaues Band Deutschland sowie EU-LIFE-Projekte.

Ansprechpartner in der BfG:

  • Gewässermorphologie, Sedimentdynamik und -management: Ina Quick (quick@bafg.de)
  • Gewinnung von Mikroplastik aus Umweltproben: Friederike Stock (stock@bafg.de)

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