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60 Jahre Radiologie in der BfG – Ein Blick hinter die Kulissen (03.06.2018)

Der Radioaktivität auf der Spur: seit dem Jahr 1958 untersucht die Bundesanstalt für Gewässerkunde das Oberflächenwasser, die Schwebstoffe und Sedimente der Bundeswasserstraßen auf radioaktive Stoffe. Zur Feier des 60-jährigen Jubiläums lud die BfG nun Bürgerinnen und Bürger zur Laborbesichtigung ein. Dies erfolgte am 3. Juni 2018 im Rahmen des Koblenzer Augusta-Festes. Interessierte hatten hier die Gelegenheit, sich die Labortechnik sowie das Messkonzept genauer erklären zu lassen.

Kaiserin Augusta zu Besuch bei der BfG

Einmal im Jahr – zum „Kaiserin-Augusta-Fest“ - verwandelt sich das Koblenzer Rheinufer in eine historische Flaniermeile. Auch in diesem Jahr lockte die Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter tausende Besucher ins Freie. Das Fest findet seit 2006 zu Ehren von Augusta, der Gemahlin des preußischen Kaisers Wilhelm I statt, sie war die Begründerin der Koblenzer Rheinanlagen. Tradition auf dem Augusta-Fest hat das Umherschlendern von Schauspielern in historischen Kostümen. Sabine Schmidt als Kaiserin Augusta hatte dieses Mal neben ihrem Gemahl auch Figuren aus der bayerischen Königsgeschichte im Gefolge. Die Entourage machte auch Halt am Stand der BfG. Wie in jedem Jahr präsentierte die BfG vor dem ehemaligen Hauptgebäude in den Rheinanlagen neben allgemeinen Informationen zu ihren Aufgabenfeldern ein Schwerpunktthema: Diesmal stand die Überwachung der Bundeswasserstraßen auf Radioaktivität im Vordergrund – eine Daueraufgabe der BfG.

60 Jahre Radiologie

Vor 60 Jahren erhielt die BfG den gesetzlichen Auftrag zur Überwachung der Bundeswasserstraßen auf Radioaktivität. Seither betreibt sie zusammen mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ein Radioaktivitätsmessnetz. Das Netz besteht aus 40 über das gesamte Bundesgebiet verteilten Messstationen. Die Mitarbeiter des Referates Radiologie untersuchen sowohl vor Ort als auch im Labor Wasser-, Schwebstoff- und Sedimentproben. Als Leitstelle des Bundes bewertet die BfG zudem den radiologischen Zustand aller deutschen Oberflächengewässer. Dazu nutzt sie neben eigenen Daten die amtlichen Messergebnisse aus der Überwachung der Bundesländer.

Der Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 zeigte, wie wichtig die behördliche Überwachung der Radioaktivität zum Schutz von Mensch und Umwelt ist. Egal ob militärische oder friedliche Nutzung, auch heute gilt es die Freisetzung radioaktiver Stoffe möglichst zeitnah zu erkennen und einzuordnen. Dazu entwickeln die Experten der BfG die verfügbaren Methoden kontinuierlich weiter und arbeiten eng mit europäischen Partnern zusammen.

Kontakt: Dr. Lars Düster, Tel.: 0261/1306-5275, E-Mail: duester@bafg.de

Alexander Zavarsky, BfG-Mitarbeiter im Referat G4, stellt interessierten Besuchern das radiologische Messnetz der Bundeswasserstraßen vorAlexander Zavarsky, BfG-Mitarbeiter im Referat G4, stellt interessierten Besuchern das radiologische Messnetz der Bundeswasserstraßen vor Quelle:  Alfred Hommes (BfG)

Birgit Esser, Leiterin der BfG, begrüßt die historisch kostümierten SchauspielerBirgit Esser, Leiterin der BfG, und Lars Düster, Leiter des Referats "Radiologie und Gewässermonitoring", begrüßen die historisch kostümierten Schauspieler Quelle:  Dominik Rösch (BfG)

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