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19./20. September 2017 in Koblenz

Kolloquium „Radioaktivität in Forschung und Umwelt ‒ 60 Jahre Radiologie in der Bundesanstalt für Gewässerkunde“

Das Thema Radioaktivität wird viel und vielfach kontrovers diskutiert. Es ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht selten negativ belegt. Im Rahmen des Kolloquiums wird dem Thema (Umwelt-)Radioaktivität in seiner ganzen Vielfalt und seiner Ambivalenz Rechnung getragen. Einerseits erfolgt ein Einblick in die Methoden und Maßnahmen bei der behördlichen Überwachung der Radioaktivität zum Schutz von Mensch und Umwelt als Konsequenz aus ihrer militärischen und friedlichen Nutzung. Andererseits wird das Potenzial von radioaktiven Stoffen als Tracer in der angewandten Umweltforschung anhand ausgewählter aktueller Forschungsprojekte beleuchtet.

Die Veranstaltung richtet sich an die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, weitere behördliche, aber auch wissenschaftliche Institutionen sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Ansprechpartner: Dr. Axel Schmidt (axel.schmidt@bafg.de)

Vorträge der Veranstaltung zum Download als pdf-Datei
Dienstag, 19. September 2017
13:00Eröffnung und Einführung
Dr. Birgit Esser, Dr. Peter Heininger, Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
Radioaktivitätsüberwachung gemäß StrlSchV, StVG und AVV IMIS
13:15Grußworte
Harald Köthe, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur; Dr. Johannes Kuhlen, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
13:35Radioaktivitätsüberwachung und Monitoring an der BfG: Ein Rückblick
Dr. Gerhard Dersch, BfG
14:00Überwachung der Radioaktivität in Nord- und Ostsee
Dr. Jürgen Hermann, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
14:25Radionuklide in der Atmosphäre ‒ Schaden und Nutzen
Dr. Thomas Steinkopff, Deutscher Wetterdienst (DWD)
14:50Radioaktivitätsüberwachung aus der Sicht einer Landesbehörde
Dr. Ralf Bechtler, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
Radioaktivität in der Umweltforschung
16:00Datierung von Sedimenten in fluvialen Systemen: Ein Beitrag zur Bestimmung von Referenzzuständen für Gewässer
Dr. Thomas Hoffmann, Dr. Friederike Stock, BfG
16:25Datierung eines Sedimentkerns aus dem Bieler See mit Hilfe von natürlichen und anthropogenen Radionukliden
Anja Pregler, Paul-Scherrer-Institut (PSI), Schweiz
16:50Quellen und Verlauf anthropogener Radionuklide im Flusssystem Aare-Rhein (Schweiz) anhand von drei Sedimentprofilen
Dr. Maya Jäggi, PSI, Schweiz
17:15Anwendung kosmogener Nuklide bei der Altersdatierung von Sedimenten
Dr. Gilles Rixhon, Universität zu Köln
Mittwoch, 20. September 2017
Radioaktivität in der Umweltforschung (Fortsetzung)
09:00Noble gases in conventional and unconventional aquatic environments – A plea for simplicity
Prof. Dr. Rolf Kipfer, Eawag, Schweiz
09:25Radon als Umwelttracer ‒ Beispiele aus den terrestrischen angewandten Geowissenschaften
Dr. Michael Schubert, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
09:50Vorkommen und Bedeutung von submarinen Grundwassereinträgen
Dr. Jan Scholten, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
11:00Isotopenuntersuchungen zur Interaktion von Grundwasser und Oberflächenwasser im Wesereinzugsgebiet
Dr. Paul Königer, Prof. Dr. Thomas Himmelsbach, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR); Dr. Axel Schmidt, BfG
11:25Eintrag von I-129 und I-127 in Fließgewässer und andere Umweltkompartimente
Dr. Beate Riebe, Leibniz Universität Hannover
11:50Dispersionsversuch Donau ‒ Bestimmung von hydrologischen Parametern mittels ausgewählter Tracer
Dr. Axel Schmidt, Dr. Werner Speer, BfG; Prof. Dr. Stephan Mai, Hochschule Mainz
12:15Untersuchung des Umweltverhaltens organischer Verbindungen mit 14C/3H-Radiotracern ‒ Aktuelle Anwendungen
Dr. Dirk Löffler, BfG
12:40Abschlussdiskussion und Schlusswort
Dr. Peter Heininger, BfG

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