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10. – 11. Mai 2017 in Koblenz

Kolloquium „Geodätische Beiträge zum Systemverständnis für Bundeswasserstraßen und sonstige Gewässer“

Die Bundeswasserstraßen stellen eine substanzielle Komponente der deutschen Verkehrsinfrastruktur dar. Hier steht aus geodätischer Sicht häufig die Verkehrssicherung zur Gewährleistung von Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt im Vordergrund. Gleichzeitig gelten für sie, wie auch für sonstige Gewässer, die Erfordernisse eines ganzheitlichen Ansatzes zur fachlich modernen, wirtschaftlichen und ökologisch ausgewogenen Unterhaltung und Bewirtschaftung. Von steigender Relevanz hierbei ist die anwendungsneutrale koordinatenbezogene Beschreibung eines Gewässers als Gesamtsystem aus Gewässersohlen, Wasserwechselzone, Vorländern mit Bauwerksbestand und Vegetation.

Der Geodäsie kommt dabei die Aufgabe zu, den instationären Zustand zu erfassen und konsistent zu modellieren sowie anforderungsgerechte Geodaten bereitzustellen. Dies beinhaltet die Einbindung in übergeordnete Referenzsysteme, die Beobachtung des Gewässerzustandes und der Topographie sowie die Beschreibung der Interaktion zwischen den Subsystemen der Gewässer. Dadurch können die Ursachen der Veränderung verstanden und Aussagen zu zukünftigen Zuständen getroffen werden.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen aktuelle Entwicklungen, Realisierungen und Nutzerprodukte mit Gewässerbezug vorgestellt und diskutiert werden. Sie richtet sich vor allem an Nutzer und Produzenten von Geodaten in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, aber auch der Bundes- und Länderverwaltungen der Geodäsie, des Wasserbaus, der Wasserwirtschaft und der Ökologie sowie an Forschungsinstitutionen.

Ansprechpartner: Herbert Brockmann (brockmann@bafg.de)

Vorträge der Veranstaltung zum Download als pdf-Datei
Mittwoch, 10. Mai 2017
13:00Begrüßung und Einführung
Dr. Birgit Esser, Leiterin der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
1 Geodätischer Raumbezug für das Systemverständnis Bundeswasserstraße
13:20Integrierter Raumbezug
Dr. Bernd Krickel, Geobasis NRW
13:45Das Bundeswasserstrassen-Festpunktfeld der WSV – heute und morgen
Matthias Adam, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)
14:10125 Jahre Hauptnivellement – die Entwicklung zu einem modernen geodätischen Pegelwesen
Dr. Astrid Sudau, BfG
14:35Satellitenaltimetrie ‒ neue Technologien und neue Anwendungen
Prof. Dr. Jürgen Kusche, Universität Bonn
2 Moderne Möglichkeiten zur Erfassung und Modellierung der Topographie an Gewässern
15:45Anforderungen an UAS-Systeme für geodätische Anwendungen an Gewässern
Dr. Michael Cramer, Universität Stuttgart
16:10Bildbasierte Berechnung von Punktwolken und True Orthophotos
Dr. Konrad Wenzel, nFrames GmbH
16:35Inland-ENC – Ausrüstungsverpflichtung auf Binnenschiffen
Hans-Uwe Vetterlein, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)
17:00Aufbau eines NDVI-Schilfflächenkatasters am Main-Donau-Kanal
Stefan Trach, WSA Nürnberg, Friederike Emig, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG)
Donnerstag, 11. Mai 2017
3 Aktuelle Herausforderungen in der Gewässervermessung
08:30Moderne Methoden zur Einmessung von Messschiffen
Thore Oliver Overath, Overath & Sand Vermessungsbüro
08:55Optimierte Positions- und Lagebestimmung für die Tiefenmessung mit HydrOs
Prof. Dr. Volker Schwieger, Universität Stuttgart, et al.
09:20Sicherstellung der Schiffbarkeit in verschlickten Ästuargebieten
Dr. Martin Krebs, WSA Emden
10:10Möglichkeiten der Vermessung in hydroakustisch schwierigen Gebieten
Dr. Robert Weiß, BfG
4 Anwendungsorientierte Zukunftsfelder
10:45PAUSS-H(ydrographie): Die zukünftige hydrographische Auswertesoftware der WSV
Thomas Brüggemann, BfG; Jürgen Theiner, WSA Cuxhaven; Werner Stich, WSA Bingen
11:10PAUSS-B(autechnik): Realisierung eines IT-Systems zur bautechnischen Auswertung hydrographischer Daten
Bernhard Kuchmann, Dr. Thomas Brudy-Zippelius, Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
11:35Building Information Modeling – neue Möglichkeiten für den Betrieb und die Unterhaltung von Verkehrsbauwerken
Prof. Dr. Jörg Blankenbach, RWTH Aachen
12:00Resümee und Ausblick
Herbert Brockmann, BfG

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