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3./4. Juni 2014 in Koblenz

22. Chemisches Kolloquium „Schadstoffe in Bundeswasserstraßen – Nutzergerechte Verfügbarkeit von Informationen“

Schadstoffindikatoren spielen bei der Beurteilung des Gewässerzustandes eine zentrale Rolle. Sie werden herangezogen, um den Gewässerzustand aus Nutzer- und Umweltsicht zu bewerten. Abweichungen von den gesetzten Normen begründen Maßnahmen zur Zustandsverbesserung und können zu Nutzungsbeschränkungen führen. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) ist folglich als Eigentümer der Bundeswasserstraßen mit dem Thema Schadstoffe in vielfältiger Weise konfrontiert, z. B. im Zusammenhang mit dem Sediment- und Baggergutmanagement, dem umweltgerechten Einsatz von Bauprodukten, bei Umweltverträglichkeitsprüfungen oder bei Havarien. Moderne technische Plattformen und Medien ermöglichen es grundsätzlich, Informationen über das Vorkommen, die Eigenschaften und die Wirkung von Schadstoffen schnell und für den jeweiligen Adressaten maßgeschneidert bereitzustellen oder auch vorhandene Wissenslücken aufzudecken.

Das Kolloquium behandelt bereits vorhandene Lösungen hierfür und zeigt auch den notwendigen Entwicklungsbedarf auf. Es richtete sich an die Anwender aus der WSV und Behörden aus Bund und Ländern, Verbänden und gleichermaßen an die Entwickler.

Ansprechpartner: Dr. Vera Breitung (breitung@bafg.de)

Vorträge der Veranstaltung zum Download als pdf-Datei
Dienstag, 3. Juni 2014
13:00Eröffnung und Einführung
Michael Behrendt, Dr. Peter Heininger (Bundesanstalt für Gewässerkunde)
13:15Nutzung von Informationssystemen zur Wasserqualität am Beispiel von Elbe und Rhein
Dr. Martin Keller, BfG
13:45Jahresdatenkatalog Fließgewässer ‒ Das Internetangebot zu chemischen und physikalisch-chemischen Messwerten in Baden-Württemberg
Uwe Bergdolt, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
14:15Schadstoff in Flusssystemen ‒ Modellgestützte Bilanzierung
Snezhina Dimitrova, Dr. Stephan Fuchs, Karlsruher Institut für Technologie
15:30Auf Hochwasser vorbereitet ‒ Ereignisbezogenes Elbe-Messprogramm im Juni 2013
Dr. Daniel Schwandt, Dr. Gerd Hübner, BfG
16:00Eisenhydroxid- und Sulfat-Belastungen in der Spree als Folge des Braunkohlentagebaus ‒ Darstellung des Problems, Lösungsansätze und offene Fragen
Dr. Jörg Gelbrecht, Dominik Zak, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei
16:30Informationsbedarf zur Risikobewertung bei Havarien und Schadstoffunfällen
Dr. Thomas Höfer, Bundesinstitut für Risikobewertung
Mittwoch, 4. Juni 2014
09:00Herausforderungen einer Integralen Zustandsbewertung von Gewässern ‒ Erfahrungen aus der wissenschaftlichen Praxis
Dr. Peter von der Ohe, Umweltbundesamt (UBA)
09:30Stoffliche Aspekte bei der Umsetzung der EG-WRRL am Beispiel der Erft
Dr. Ekkehard Christoffels, Erftverband
10:00Werkzeuge der BfG zur Unterstützung der Sedimentbewirtschaftung
Dr. Vera Breitung, Michael Hoffmann, Matthias Stoffels, Dr. Daniel Schwandt, BfG
11:00Bedeutung von Schadstoffen für das Sedimentmanagement Tideelbe
Dr. Ingo Entelmann, Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg
11:30Umweltverträglicher Einsatz von Wasserbaumaterialien ‒ Informationsbedarf
Dr. Peter Heininger, Dierk-Steffen Wahrendorf, Dr. Lars Düster, Dr. Georg Reifferscheid, BfG
12:00Verfügbare Informationen aus dem Bereich der Stoffregulierung
Dr. Gerlinde Knetsch, UBA
12:30Abschlussdiskussion und Schlusswort
Dr. Peter Heininger, BfG

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