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19./20. September 2011 in Koblenz

20. Chemisches Kolloquium „Schadstoffdynamik in Flussgebieten – Ursachen, Wirkungen und Konsequenzen stofflicher Veränderungen in Raum und Zeit“

Das erste Chemische Kolloquium der BfG fand 1992 in Berlin statt. Es befasste sich mit dem Vorkommen von Dioxinen, PCBs und PAKs in Wasserstraßen und in anderen Umweltbereichen. Seitdem haben sich in vielerlei Hinsicht markante Veränderungen vollzogen. Mit der EG-Wasserrahmenrichtlinie (2000) wurde die Bewirtschaftung der Gewässer Europas auf eine neue Grundlage gestellt. Gewässerbewirtschaftung wird nun in Flussgebieten organisiert und betrieben. Schadstoffe spielen dabei nach wie vor eine Rolle, da ihr Vorkommen den chemischen und den ökologischen Zustand der Gewässer bestimmt bzw. mitbestimmt. Eine effiziente Minderung des von Schadstoffen ausgehenden Risikos für die Handlungsziele gemäß WRRL ist ebenso wie ein wirtschaftliches und umweltverträgliches Baggergutmanagement nur über das Verständnis der Schadstoffdynamik im Flussgebiet möglich.

Das 20. Chemische Kolloquium wendet sich an Fachleute aus der WSV, den Verwaltungen des Bundes und der Länder sowie an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihrer Arbeit mit diesem grundlegenden Zusammenhang konfrontiert sind oder zu dessen tieferem Verständnis beitragen.

Ansprechpartner: Dr. Peter Heininger (ternes@bafg.de)

Vorträge der Veranstaltung zum Download als pdf-Datei
Montag, 19. September 2011
13:00Eröffnung
Michael Behrendt und Dr. Peter Heininger, Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
1 Triebkräfte
13:15Stofftransport und Wasserkreislauf
Dr. Stefan Vollmer, BfG
13:45Die mikrobielle Lebensgemeinschaft und ihre Wechselwirkung mit der Umwelt in einer Trinkwassertalsperre unter besonderer Berücksichtigung des Sediments
Dr. Kerstin Röske, Dr. Heidemarie Horn und Prof. Dr. Isolde Röske, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und TU Dresden
14:15Schadstoffe in Flussgebieten – Einfluss des Menschen als Regulierer
Heide Jekel, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
15:30Dienstleistungen aquatischer Ökosysteme: ein geeignetes Konzept zum Management von Schadstoffen in Flussgebieten?
Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
2 Messen und Modellieren
16:20Monitoring der räumlichen und zeitlichen Veränderungen des Schadstoffinventars von Fließgewässern – Fall Rhein und Fall Elbe
Dr. Martin Keller und Evelyn Claus, BfG
16:50MONERIS – Modell zur Berechnung von Stoffeinträgen in Oberflächengewässer unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bedingungen
Dieter Opitz und Dr. Marcus Venohr, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Forschungsverbund Berlin e.V.
Dienstag, 20. September 2011
08:30Messen oder modellieren? Modellieren UND messen
Dr. Christoph Ort, Prof. Dr. Juliane Hollender, Prof. Dr. Hansruedi Siegrist, Eawag, und Dr. Michael Schärer, Bundesamt für Umwelt
3 Wirkungen und Konsequenzen
09:00"... es hat zu keiner Zeit Gefahr für die Umwelt oder Menschen bestanden" –
Wahrnehmung und Bewertung von Schadstoffbelastungen im Wandel der Zeit
Prof. Dr. Jörg Oehlmann, Goethe-Universität Frankfurt am Main
09:30Ökologische und molekulare Ansätze in der Ökotoxikologie am Beispiel der Nematoden
Prof. Dr. Walter Traunspurger, Universität Bielefeld, und Dr. Sebastian Höss, ECOSSA
10:30Spurenstoffe im kommunalen Abwasser - aktuelle politische Entwicklungen in der Schweiz
Dr. Michael Schärer, Dr. Ulrich Sieber und PD Dr. Stephan Müller, Bundesamt für Umwelt, Schweiz
11:00Untersuchungen zur Nutzung Dioxin-exponierter Grünlandflächen durch Rinder und Schafe
Prof. Dr. Josef Kamphues, Katrin Gude, Ann-Johanna Schulz, Venja Taube, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; Elke Bruns-Weller, LAVES Niedersachsen, und Karl Severin, Landwirtschaftskammer Hannover
11:50Zusammenfassung und Schlusswort
Dr. Peter Heininger, BfG

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