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14./15. April 2010 in Koblenz

Workshop „Pathogene Vibrionen in der marinen Umwelt“

Im Rahmen des vom BMVBS initiierten Ressortforschungsprogramms KLIWAS erforschen vier Fachbehörden (Deutscher Wetterdienst, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Bundesanstalt für Wasserbau) die Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt und entwickeln entsprechende Anpassungsstrategien. Innerhalb des KLIWAS-Projektes 3.04 werden klimabedingte Änderungen der Gewässerhygiene in den Küstengewässern untersucht.

Ein Schwerpunkt bilden dabei pathogene Vibrionen, die in den letzten Jahren – verursacht durch temperaturbedingt ungewöhnlich hohe Konzentrationen – zu z.T. schweren Erkrankungsfällen von Badeurlaubern an der deutschen Küste geführt haben. Eine mögliche Häufung gesundheitsrelevanter Vibrionen erhöht jedoch nicht nur die Infektionsrisiken durch direkten Wasserkontakt an Badestränden sondern auch beim Verzehr toxinbelasteter Meerestiere.

Der Workshop soll vorrangig als Diskussionsforum von all jenen genutzt werden, die sich mit Vibrionen in der marinen Gewässerforschung bzw. Umwelthygiene beschäftigen. Im Fokus stehen vor allem die Vibrio-Bestandsentwicklung in Nord- und Ostsee sowie die daraus resultierende Problematik vor allem vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen. Ein spezieller Vortragsblock ist methodischen Ansätzen und der Diagnostik gewidmet. Ziel der Veranstaltung ist der Informationsaustausch zu konkreten Projekten, um bestehende Probleme und Wissenslücken zu identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze ggfs. durch Bündelung von Aktivitäten zu erarbeiten. Angesprochen sind neben Wissenschaftlern insbesondere auch die Umwelt- sowie die Gesundheitsbehörden der Länder.

Ansprechpartnerin: Dr. Nicole Brennholt (brennholt@bafg.de)

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