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27. September 2006 in Koblenz

15. Chemisches Kolloquium Radiologische Untersuchungen an Bundeswasserstraßen als Teil der radiologischen Umweltüberwachung

Das 15. Chemische Kolloquium ist Fragen der radiologischen Überwachung der aquatischen Umwelt gewidmet. Die Kernwaffenversuche der Großmächte und später die friedliche Nutzung der Kernenergie zur Stromgewinnung belasten seit Ende der 1940er Jahre die Umwelt mit künstlichen Radionukliden in unterschiedlichem Ausmaß. Zum Schutz der Bevölkerung vor übermäßiger Strahlenbelastung wurden in der Bundesrepublik Deutschland bereits in den 1960er Jahren Probenentnahme- und Messnetze eingerichtet, die insbesondere nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl erweitert und messtechnisch als Frühwarnsysteme ertüchtigt wurden.

Heutige Grundlage zur radiologischen Überwachung der Umwelt ist das als Folge dieses Reaktorunfalls erlassene Strahlenschutzvorsorgegesetz aus dem Jahr 1986, das der BfG die radiologische Überwachung der Bundeswasserstraßen übertragen hat. Unter den verschiedenen Radionukliden, die in Wasser, Schwebstoff und Sediment nachgewiesen werden, findet u.a. Tritium eine weltweite Nutzung als Leitstoff zur Klärung hydrologischer Fragestellungen.

Zielgruppen des Kolloquiums: Betreiber und Betreuer radiologischer Messnetze und kerntechnischer Anlagen, Wissenschaftler mit Zielrichtung der radiologischen Umweltüberwachung, der Altersbestimmung mittels Isotopen sowie der Modellierung von Transport- und Ausbreitungsvorgängen, Hydrologen, Interessierte an den Ergebnissen aus Forschung, Wasserwirtschaft, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und Ministerien

Ansprechpartner: Dr. Walter Krause (walter.krause@bafg.de)

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