Sedimentkontakttests
Die Herausforderung
Sedimente sind empfindliche Indikatoren für die Beschaffenheit eines Gewässers, da in aquatischen Systemen persistente Schadstoffe zu großen Teilen an der Oberfläche von Partikeln adsorbieren und akkumulieren. Es besteht deshalb die Notwendigkeit, Sedimente durch Biotests hinsichtlich ihres ökotoxikologischen Gefährdungspotentials zu bewerten, jedoch fehlen bisher solche standardisierten Kontakttests völlig. Mittlerweile gibt es nationale und internationale Bestrebungen, Sedimentkontakttests (z. B. Nematodentest, Bakterienkontakttest) zu standardisieren.
Das Interesse der Auftraggeber
- Das Verständnis grundlegender Sedimenteigenschaften ist Voraussetzung für ein zukünftiges Baggergutmanagement in Gewässern.
- Entsprechend der Handlungsanweisungen für den Umgang mit Baggergut im Binnen- und Küstenbereich (HABAB-WSV und HABAK-WSV) sind ökotoxikologische Gefährdungsabschätzungen vorzunehmen.
Lösungsansatz der BfG
- Zur ökotoxikologischen Gefährdungsabschätzung von Gesamtsedimenten sollen Sedimentkontakttests mit tierischen (Nematoden Caenorhabditis elegans) und pflanzlichen (Wasserlinsen Lemna minor und Tausendblatt Myriophyllum aquaticum) Organismen sowie mit Hefezellen und Bakterien entwickelt und etabliert werden

