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Hauptnivellements an Bundeswasserstraßen

Zur Anlage und Erhaltung des WSV-Höhenfestpunktfeldes führt die BfG Feinnivellements durch und schließt diese an die Höhenfestpunktfelder der Landesvermessungen an. Die Genauigkeit dieser Feinnivellements – der so genannten Hauptnivellements – liegt unter 0,7 Millimeter Standardabweichung pro Kilometer. Im Rahmen der Hauptnivellements werden auch die Pegelfestpunkte – gemäß der Pegelvorschrift – an das Höhensystem der Landesvermessung angeschlossen. Dieses so geschaffene Höhenfestpunktfeld bildet ein Rahmennetz und dient unter anderem als Grundlage für:

  • Die Überwachung der Höhenlage der Pegel als Voraussetzung für die Zuverlässigkeit der Wasserstandsbeobachtungen und deren zeitlicher Vergleichbarkeit
  • Die Realisierung eines einheitlichen Bezugshorizontes; die einheitliche Georeferenzierung ermöglicht es, die Wasserstände mehrerer Pegel untereinander zu vergleichen (räumliche Vergleichbarkeit)
  • Maßnahmen zur Verkehrssicherheit (Peilungen)
  • Wasserbauliche Maßnahmen

NivelliergerätHöhenmessung an einer Pegelstation im Küstenvorfeld

Geokinematische Untersuchungen

Tektonische und anthropogene Einflüsse (z. B. Grundwasser- oder Gasentnahmen) bewirken vertikale Bewegungen der Erdoberfläche, wodurch sowohl die Punkte des BWP-Feldes als auch die auf der Erdoberfläche installierten Wasserstandssensoren (Pegel) diese Bewegungen mit ausführen. Diese Vertikalbewegungen erfordern regelmäßige Wiederholungsnivellements, die seit einiger Zeit auch mit satellitengestützten Messverfahren durchgeführt werden.

Die Analyse der Messergebnisse dient der Fortführung des BWP-Feldes, der Interpretation der Höhenwertänderungen sowie der Qualitätssicherung. Darüber hinaus werden die Ergebnisse den Landesvermessungsdienststellen zur Validierung und Ergänzung eigener Messungen zur Verfügung gestellt.

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