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Referat M4 – Geoinformation und Fernerkundung, GRDC

Geoinformationen sind heute ein ständiger Begleiter in unserem Alltag – sei es, dass wir in den Abendnachrichten die Wetterkarte ansehen, am PC unsere nächste Reise aus der Vogelperspektive planen oder uns von einem Satellitennavigationssystem zum Reiseziel leiten lassen. Auch im Bereich der Gewässerkunde werden raumbezogene Daten unterschiedlichster Art erzeugt und benötigt. Zudem hat die Gewässerkunde als Disziplin der Geowissenschaften enge Anknüpfungspunkte zu den Informationen anderer Fachrichtungen, wie der Klimatologie, dem Vermessungswesen oder der Geologie.

Bilderleiste zum Aufgabenspektrum des Referas M4Geodaten, Fernerkundung, GRDC - die drei Arbeitsbereiche des Referats M4 (Foto Mitte: ESA/ATG medialab)

Das Referat M4 widmet sich dem Management der umfangreichen Fachdaten der BfG und deren Integration in weitere Informationssysteme. Zu diesem Zweck entwickelt die BfG das Geoportal „GGInA“. Darüber hinaus betreibt sie das nationale Datenzentrum und Berichtsportal Wasser. Die Internetplattform „WasserBLIcK“ bietet Bund und Ländern einen Zugang zu der Geodateninfrastruktur. Mit „WasserBLIcK“ leistet die BfG einen Beitrag zur Erfüllung der Berichtspflichten Deutschlands, z.B. im Kontext der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Die Fernerkundung liefert wichtige Daten für die Arbeiten an Gewässern und wird deshalb in der BfG für mehrere Aufgaben eingesetzt. Das Referat M4 entwickelt entsprechende Methoden und betreibt anwendungsbezogene Forschung. Es berät Kunden und Partner beim Einsatz der Fernerkundung, insbesondere zur Erkennung von Ölverschmutzungen auf Nord- und Ostsee. Aber auch für andere Aufgaben bieten Fernerkundungstechniken Vorteile, wie z. B. bei der flugzeuggestützen Kartierung der Vegetation. Je nach Problemstellung kommen unterschiedliche Plattformen wie Satelliten, bemannte oder unbemannte Flugzeuge oder Schiffe in Betracht. Das Referat M4 führt praxisbezogene Pilotprojekte durch, koordiniert Anfragen Dritter und ist Ansprechpartner für Fachkollegen in der BfG. Die Koordinationsstelle Fernerkundung berät die WSV und veranstaltet Workshops mit dem Ziel des Wissenstransfers.

Flüsse machen nicht an politischen Grenzen halt. Ein Großteil des auf die Erdoberfläche auftreffenden Niederschlags gelangt über die großen Ströme in die Ozeane. Das Weltdatenzentrum Abfluss (Global Runoff Data Centre - GRDC) sammelt hydrologische Daten weltweit. Als Organisation mit einem internationalen Mandat, macht es diese Daten der Forschung zum Globalen Wandel verfügbar und leistet einen unmittelbaren Beitrag zur Erstellung der Weltwasserbilanz. Das GRDC arbeitet unter der Schirmherrschaft der Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

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