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Wasserstandsvorhersage für Niedrig- und Hochwasser

Ein niedriger Wasserstand bedeutet geringe Wassertiefen und beschränkt so den möglichen Tiefgang und die Ladefähigkeit der Schiffe. Eine genaue Wasserstandsvorhersage ermöglicht es, noch während des Beladens eines Schiffes die auf der Fahrstrecke zu erwartenden Wasserstände einzukalkulieren. Dies erlaubt - neben einem Sicherheitsgewinn - eine bessere Ausnutzung des Schiffsraums und steigert die Wirtschaftlichkeit des Verkehrsträgers Binnenschiff. Auch bei hohen Wasserständen kann es zu Einschränkungen des Schiffsverkehrs - z.B. bei der Durchfahrt unter Brücken - kommen, die mitunter bis zur Sperrung einer Bundeswasserstraße führen.

Darüber hinaus ist bei einem Hochwasser die aktuelle Vorhersage der Wasserstandsentwicklung unverzichtbar. Sie hilft den betroffenen Menschen, rechtzeitig ihr Hab und Gut zu schützen und ist Grundlage für Entscheidungen der zuständigen Behörden, z.B. im Katastrophenschutz.

Containerschiffe auf dem Rhein bei niedrigem und hohem WasserstandContainerschiffe auf dem Rhein bei niedrigem (links) und hohem Wasserstand (rechts)

Die BfG hat das Wasserstandsvorhersagesystem WAVOS entwickelt. Es ist zur Verwendung im gesamten Abflussspektrum, d.h. bei allen Wasserständen geeignet und berücksichtigt die teilweise unterschiedlichen Belange von Bund und Ländern. Bei der Modellentwicklung konnte Expertenwissen aus der jahrzehntelangen Forschungstätigkeit der BfG an Bundeswasserstraßen verwendet werden. WAVOS verarbeitet aktuelle hydrologische und meteorologische Messwerte, wie z.B. Pegelstände und Niederschlagsdaten, sowie Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes. Aus diesen Daten erzeugt die Software mit Hilfe eines mathematischen Modells eine Vorhersage der Wasserstände. WAVOS dient in verschiedenen Vorhersagezentralen zur operationellen Vorhersage.

Im Elektronischen Wasserstraßen-Informationssystem (ELWIS) der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes finden Sie

Aktuelle Hochwasservorhersagen finden Sie unter

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