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Wasserbewirtschaftung an Bundeswasserstraßen

In Deutschland ist das Wasserdargebot räumlich und zeitlich sehr unterschiedlich verteilt. So zählen zum Beispiel die östlichen Regionen Deutschlands zu den wasserärmeren Gebieten, wohingegen der westliche Schwarzwald zu den wasserreicheren Regionen gehört. Das verfügbare Wasserdargebot muss zahlreichen, zum Teil auch konkurrierenden Nutzern (Wasserbedarf) wie zum Beispiel der Industrie, der Landwirtschaft, der Schifffahrt, dem Tourismus sowie den ökologischen Belangen genügen.

Die Wasserbewirtschaftung hat nun die schwierige Aufgabe, einen optimalen Ausgleich zwischen Wasserdargebot und Wasserbedarf zu schaffen – und das in Hinblick auf Wassermenge und –güte. So ist es zum Beispiel das Ziel, die Sollwasserstände in den Bundeswasserstraßen im Interesse der Schifffahrt und der Anlieger sicherzustellen. Dabei ist das Wasser für den Betrieb der Schleusen und für andere Nutzer bereitzustellen sowie überschüssiges Wasser schadlos abzuleiten.

Wichtigste Größe der Wasserbewirtschaftung ist die Wasserbilanz, die Wasserdargebot und Wasserbedarf gegenüberstellt. Je größer Untersuchungsgebiet, Nutzerkreis des Wasserdargebotes oder zeitliche und räumliche Variabilität des Wasserdargebotes sind, desto komplexer ist die Erstellung einer Wasserbilanz. Unsere Werkzeuge zur Bearbeitung wasserwirtschaftlicher Fragestellungen sind mathematische Modelle, die speziell zur Berechnung wasserwirtschaftlicher Bilanzen entwickelt wurden.

Ausschnitt aus der Systemskizze der Wasserstraßen zwischen Elbe und OderAusschnitt aus der Systemskizze der Wasserstraßen zwischen Elbe und Oder

Die Aufgabenfelder der Wasserbewirtschaftung sind:

  • Wasserbewirtschaftungspläne für die Bundeswasserstraßen mit Hilfe von Wasserbewirtschaftungsmodellen und wasserwirtschaftlicher Bilanzen aufzustellen
  • den Einfluss von Veränderungen im Einzugsgebiet (Wasserbewirtschaftung der Länder, Landnutzung, Klima) auf die Wasserführung in den Bundeswasserstraßen zu untersuchen
  • nachhaltige Strategien der Flussgebietsbewirtschaftung, insbesondere für das Niedrigwassermanagement zu entwickeln
  • Grundwasser-, Ökosystem- und sozioökonomische Modelle für die integrative Bewirtschaftung zu koppeln
  • Beiträge zu Umweltverträglichkeitsuntersuchungen zu liefern

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