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Luftqualität an Bundeswasserstraßen

Ansprechpartner: Dr. Patrick Wagner

Verglichen mit den Transportwegen Straße, Schiene und Luft ist das Schiff wegen seines günstigeren Energiebedarfs ein umweltfreundliches Verkehrsmittel. Doch auch der Schiffsverkehr auf den Bundewasserstraßen erzeugt Emissionen, die aus dem Abgas der Schiffsmotoren stammen. Um diese Emissionen und die in Wasserstraßennähe zu erwartende Luftbelastung zu quantifizieren, ist im Auftrag der BfG das Berechnungsverfahren LUWAS zur Ermittlung der schifffahrtsbedingten Luftschadstoffbelastung an Wasserstraßen entwickelt worden.

LUWAS ermittelt die Luftschadstoffemissionen mit Hilfe der Flottenstatistik einer Wasserstraße und berücksichtigt dabei Schiffstyp, Schiffsgeschwindigkeit, Auspuffhöhe, Wasserstraßentyp und Fahrmanöver wie Fahrt auf freier Strecke zu Berg oder zu Tal, Schleusenfahrt oder Liegestellennutzung. Die Berechnung der Immissionen erfolgt mit einem Gauss-Fahnen-Modell. In die Berechnungen dieses mathematischen Modells fließen die Windstatistik, die Geländerauigkeit und die Stabilität der atmosphärischen Grenzschicht ein.

Eine Belastung der Umwelt ist dann aus der Gesamtimmission (alle weitere Quellen plus Schiffsanteil) in Verbindung mit den gesetzlichen Richtwerten abzuleiten.

Karte mit Darstellung der Stickoxid-WerteSchifffahrtsbedingter Ausstoß von Stickoxiden entlang einer Bundeswasserstraße (Kartengrundlage: GeoBasis-DE/BKG 2015)

Die BfG hat zusammen mit dem Ingenieurbüro Lohmeyer schifffahrtsbedingte Luftschadstoffimmissionen berechnet, und zwar beispielhaft an vier ausgewählten Flussabschnitten. Dazu sind die folgenden (Kurz-)Berichte mit dem Titel "Berechnungen der Luftschadstoffimmissionen von Binnenschiffen an Schifffahrtswegen, Abschnitt ..." erschienen:

  • Niederrhein bei Wesel
  • Mittelrhein bei Köln/Bonn
  • Oberrhein südlich Karlsruhe
  • Spree, Berlin

Die Berichte stehen rechts unter "Weiteres zum Thema" zum Download bereit.

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