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Referat G3 – Biochemie, Ökotoxikologie

Mitarbeiter des Referates G3

Das Referat G3

Im Referat "Biochemie/Ökotoxikologie" werden in vier Arbeitsbereichen die stofflichen Eigenschaften von Sedimenten, Schwebstoffen und Baggergut hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Lebensraum mikrobieller Lebensgemeinschaften, ihrer Rolle im Stoffkreislauf der Gewässer und beim Schadstofftransport sowie der Wirkung auf Organismen, Zellen und molekularen Zielstrukturen untersucht.

Dazu werden standardisierte Biotestverfahren mit Algen, Bakterien und Kleinkrebsen verwendet, die eine schnelle Beurteilung der möglichen akuten Toxizität von Sedimenten und Baggergut ermöglichen. Die biologischen Testverfahren erfassen sowohl ökotoxikologische Wirkungen von Einzelstoffen als auch Kombinationswirkungen im Süßwasser und in Küstengewässern.
Um auch chronische Gefährdungen zu erfassen und Schadwirkungen noch "sedimentnäher" abzubilden, werden von uns Testsysteme entwickelt und eingesetzt, in denen niedere Tiere und Pflanzen in direkten Kontakt mit dem zu untersuchenden Sediment kommen. Ausserdem entwickeln und wenden wir Testverfahren an, mit denen mögliche schädigende Wirkungen auf die Erbsubstanz sowie das Hormon- und das Immunsystem festgestellt werden können.
Dabei verfolgen wir ein integrierendes Untersuchungskonzept, das chemische, biologische und ökotoxikologische Aussagen im Labor mit biologischen Effekten in situ verknüpft. Es werden methodische Grundlagen zur Aufklärung von Wirkungszusammenhängen und für Testbatterien erarbeitet, mit denen eine Risikobewertung unter Berücksichtigung des verfügbaren Schadstoffpotentials und umweltrelevanter Expositionspfade möglich ist.

Die integrale Erfassung von Schadstoffwirkungen als Bestandteil einer ökotoxikologischen Risikoanalyse und -bewertung ist Baustein eines nachhaltigen Baggergutmanagements.

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