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Aquatischer Lemnatest

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Die Herausforderung

Wässrige Umweltproben werden üblicherweise durch eine Palette von genormten Biotests aus den drei Trophieebenen (Produzent-Konsument-Destruent) untersucht. Dazu gehört der Algentest als einziger Vertreter auf der Ebene der Produzenten. Es fehlt jedoch ein Test mit höheren Pflanzen. Diese haben durch ihre höhere Differenzierung (z. B. Gliederung in Wurzel, Sproß, Blätter, Blüte) weitere Möglichkeiten zur Schadstoffaufnahme und auf Schadstoffe zu reagieren. Hierzu wurde 2007 unter Beteiligung der BfG der aquatische Lemnatest auf internationaler Ebene normiert (ISO 20079).

Das Interesse unserer Auftraggeber

  • Entsprechend der Handlungsanweisungen für den Umgang mit Baggergut im Binnen- und Küstenbereich (HABAB-WSV, HABAK-WSV) sind ökotoxikologische Gefährdungsabschätzungen vorzunehmen. Aquatische Biotests werden dazu gefordert.
  • Auch die Wasserrahmenrichtlinie der EU stellt Makrophyten als Indikatoren gleichberechtigt neben Phytoplankton, Makrobenthos und Fische.

Unsere Lösungsansätze

  • Durch die Anwendung des standardisierten aquatischen Lemnatests (ISO 20079) mit Lemna minor als Stellvertreter höherer Pflanzen, können zusätzlich zur bestehenden aquatischen Biotestpalette Aussagen zur Bewertung anthropogener Belastungen in Sedimenten und Baggergut getroffen werden.
  • Zur ökotoxikologischen Gefährdungsabschätzung von Sedimenten und Baggergut soll in Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem DIN AK 5.1 "Biotests" eine repräsentative Testpalette, die Tests mit höheren Pflanzen enthält, etabliert werden.

Projekte

  • Etablierung und Anwendung des aquatischen Lemnatests mit Lemna minor bei der Untersuchung von Sedimentporenwasser und -eluat und organischen Sedimentextrakten

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