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Messung von PAK in Sedimenten der Mosel

Woher kommen die PAK in den Sedimenten und Auenböden der Mosel und welche Gefährdungen gehen davon aus? Die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und die BfG untersuchten dies in einem vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz geförderten Projekt.

„Environmental Forensics“, ein Begriff aus den USA, gewann in den vergangenen Jahren an Bedeutung. Er beschreibt die justiziable Erkundung der Herkunft, des Verhaltens und des Transports sowie Auswirkungen von Schadstoffen auf die Umwelt. Auch in diesem Projekt wurde die anthropogene oder geogene Herkunft der PAK bestimmt. Dies geschah anhand typischer Verteilungsmuster („chemischer Fingerabdruck“) und Marker-PAK, die für bestimmte Standorte charakteristisch sind. In Laborversuchen wurde die Mobilität (Pfad Boden-Grundwasser, Pfad Boden-Mensch laut BBodSchV) der organischen Kontaminanten (PAK) abgeschätzt. So sollte bewertet werden, ob von den Sedimenten/Böden eine Gefährdung für die Umwelt ausgeht.

Zur Herkunftsbestimmung wurde neben den 16 EPA-PAK 36 weitere alkylierte PAK wie z.B.Methylnaphthaline, Methylphenanthrene etc. und Einzelsubstanzen wie z.B. Cyclopenta(c,d)pyren, Perylen etc. mit Hilfe von GC-MS bestimmt. Auch GC-FID Muster der Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) unterstützen die Herkunftsbestimmung.

Auflichtmikroskopie einer Bodenprobe: Mischung aus anthropogener Herkunft (Flugkoks) und geogener Herkunft (Steinkohle)Auflichtmikroskopie einer Bodenprobe: Mischung aus anthropogener Herkunft (Flugkoks) und geogener Herkunft (Steinkohle)

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