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Projekt "TransRisk"

TransRisk ist ein vom BMBF gefördertes Projekt in dem untersucht werden soll, inwieweit die Freisetzung anthropogener Spurenstoffe und pathogener Keime aus Kläranlagen vermindert werden kann. Kläranlagen emittieren viele organische Substanzen wie Pharmazeutika, Inhaltsstoffe von Körperpflegemitteln, Pestizide oder Industriechemikalien. Zusätzlich tragen sie pathogene Bakterien oder multi-resistente Keime in die Oberflächengewässer ein.

Die BfG koordiniert TransRisk und entwickelt analytische Methoden zur Bestimmung neuartiger Schadstoffe wie z. B. antivirale und zytostatische Pharmazeutika und deren Transformationsprodukte. Mit diesen Methoden kann sowohl die Leistungsfähigkeit ausgewählter Abwasserreinigungsverfahren als auch das Vorkommen organischer Schadstoffe in Oberflächengewässern, Grund- und Trinkwässern analysiert werden. Im Labormaßstab wird untersucht, inwieweit eine Kopplung von Ozonung und biologischer Verfahren geeignet ist, neuartige Spurenstoffe zu entfernen und die Bildung toxischer Transformationsprodukte zu vermeiden. Schließlich werden die Projektergebnisse in der Praxis erprobt und eine in der Modellregion Donauried gelegene Kläranlage mit geeigneter Technik ausgestattet.

TransRisk gliedert sich in die Bereiche

  • Risikochakterisierung: Untersuchung der chemischen, ökotoxikologischen und mikrobiellen Belastungen
  • Risikomanagement: Techniken auf Kläranlagen zur Minimierung der Belastungen
  • Risikokommunikation: neuartige Bildungsmodule, sozioökonomische Erhebungen und gezielte Information der Öffentlichkeit

Struktur des Projekts TransRiskStruktur des Projekts TransRisk

Das TransRisk-Konsortium besteht aus:

  • Bundesanstalt für Gewässerkunde (Koordination)
  • Universität Frankfurt (Leitung Arbeitspaket Risikocharakterisierung)
  • Technische Universität Darmstadt (Leitung Arbeitspaket Risikomanagement)
  • Technische Universität Dresden (Leitung Arbeitspaket Risikokommunikation)
  • Landeswasserversorgung Langenau
  • ECT Ökotoxikologie GmbH
  • Institut für sozial-ökologische Forschung GmbH
  • Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Technische Universität Berlin
  • Xylem Water Solutions Herford GmbH
  • Stulz-Planaqua GmbH
  • Karlsruhe Institut für Technologie
  • Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.

Weitere Informationen sind auf der TransRisk-Website (s. rechts) zu finden.

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