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BMBF-Verbundprojekt "ELaN"

Abwasser wird nach seiner Reinigung üblicherweise über ein geeignetes Oberflächengewässer abgeleitet. Dadurch geht es dem lokalen Wasserhaushalt verloren – auch wenn andere Nutzungen vorstellbar wären, wie z. B. der Erhalt wertvoller Feuchtgebiete oder die Bewässerung und Düngung von Böden. Andererseits enthält das gereinigte Abwasser potentielle Schadstoffe wie Arzneistoffe und Biozide. Das vom BMBF geförderte und vom ZALF koordinierte Verbundprojekt ELaN (Laufzeit: 1.1.2011 - 31.12.2015) untersucht die mögliche Stützung des Landschaftswasserhaushalts durch Verwendung gereinigten Abwassers.

Das Projekt beschäftigt sich insbesondere mit dem Verhalten anthropogener Spurenstoffen in Böden, Oberflächengewässern und Grundwasser. Zur Untersuchung dienen ehemalige Rieselfelder im Umland von Berlin (Hohbrechtsfelde) und Niedermoorflächen der Randow-Welse-Niederung im Norden Brandenburgs (Biesenbrow). Eine zentrale Frage ist, inwieweit durch die Aufleitung Spurenstoffe aus dem gereinigten Abwasser entfernt und so Schadstoffeinträge in die Oberflächengewässer verringert werden können.

Die BfG

  • Untersucht Abwasser-, Grund- und Oberflächenwasserproben auf abwasserbürtige anthropogene Spurenstoffe
  • Untersucht Sedimente und Schwebstoffe auf abwasserbürtige anthropogene Spurenstoffe
  • Untersucht das Umweltverhalten (insbesondere die Biotransformation) ausgewählter Spurenstoffe im Rahmen von Feld-, Säulen-, und Batchversuchen
  • Erstellt eine Liste relevanter anthropogener Stoffe als Ausgangspunkt der Risikobewertung bei der Aufleitung von gereinigtem Abwasser

An dem interdisziplinären Projekt, das sich aus 14 Teilprojekten zusammensetzt, sind insgesamt 12 namhafte Universitäten, Institute und Unternehmen beteiligt.

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