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EU-Projekt "BIOTREAT"

Das Projekt "BIOTREAT" entwickelt und untersucht neue Biotechnologie-Verfahren zur Entfernung anthropogener Spurenstoffe aus dem Trinkwasser. Obwohl Trinkwasser das wichtigste und am besten kontrollierte Lebensmittel ist, enthält es manchmal Spurenstoffe wie Rückstände von Arzneimitteln oder Bioziden – wenn auch in äußerst geringen Konzentrationen, bei denen keine gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten sind. Um derartige Spuren- oder Geruchsstoffe zu entfernen, wird das Trinkwasser heute in Aufbereitungsanlagen mit Ozon behandelt und/oder über Aktivkohlefilter geleitet.

Eine mögliche Alternative zu diesem Teil der Trinkwasseraufbereitung wären Biotechnologien, bei denen Mikroorganismen zum Einsatz kommen. Speziell für diesen Zweck kultivierte Bakterien werden auf Sandfilter aufgebracht, durch die dann das Trinkwasser geleitet wird. Die Mikroorganismen bauen die unerwünschten Spurenstoffe im Filter ab – eine wirksame und kostengünstige Methode, die Mikroverunreinigungen aus dem Trinkwasser zu entfernen. BIOTREAT soll diese Abbauvorgänge genauer untersuchen, insbesondere die Reinigungsleistung und die Bildung möglicher Transformationsprodukte. Dazu entwickelt die BfG eine analytische Methode zur Bestimmung ausgewählter, grundwassergängiger Spurenstoffe. Die Transformationsprodukte werden mittels semi-präparativer Flüssigchromatographie isoliert und im Anschluss per hochauflösender Massenspektrometrie und Kernresonanzspektroskopie (NMR) identifiziert. Das Analyseverfahren vergleicht Ausgangsstoffe und daraus entstandene Transformationsprodukte miteinander und ermöglicht so, die Wirksamkeit der mit Mikroorganismen angeimpften Sandfilter zu überprüfen.

Mögliche Anwendungsszenarien der in BIOTREAT entwickelten Biofilter in der Trinkwasseraufbereitung Mögliche Anwendungsszenarien der in BIOTREAT entwickelten Biofilter in der Trinkwasseraufbereitung

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