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Mobilisierungspotenzial von Stoffen aus (industriell hergestellten) Wasserbausteinen

Wasserbausteine: Fast jeder hat sie schon gesehen, viele sind darauf herumgeklettert und haben sich gefragt: Wo kommen diese vielen großen Steine am Ufer unserer Flüsse eigentlich her und was ist ihr Zweck?

Wasserbausteine werden seit Jahrhunderten verwendet; sei es zur Befestigung und Sicherung von Uferbereichen an Flüssen und Kanälen oder zum Schutz der Küstenlinien gegen Erosion und Wellenschlag. Neben natürlichen Steinen werden auch industriell hergestellte verwendet, wie z. B. Buntmetall- und Eisenhüttenschlacken. Deren Nutzung kann dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen zu schonen. Zudem haben einige dieser Schlacken aus wasserbaulicher Sicht gute physikalische Eigenschaften. Verglichen mit Natursteinen, können sie jedoch höhere Gehalte an Metallen und Metalloiden wie Arsen, Blei, Cadmium, Kupfer, Nickel oder Zink und anderen Stoffen aufweisen. Über die mögliche Freisetzung von Schadstoffen aus Wasserbausteinen diskutieren Umweltverbände, Industrie und Behörden seit langem. Die BfG untersucht den möglichen Übergang derartiger Stoffe ins Wasser und ihre Anreicherung in Sedimenten und Organismen. Dabei spielen chemische, physikalische und biologische Wechselwirkungen zwischen gelösten und feststoffgebundenen Substanzen ebenso eine Rolle, wie die im Gewässerabschnitt vorkommenden Lebewesen mit ihrem artspezifischen Stoffwechsel.

Die BfG befasst sich im Auftrag der WSV unter anderem mit den umweltchemischen Aufgaben:

  • Freilanduntersuchungen: Beprobung und Analyse von Wasser, Sedimenten und Wasserbausteinen
  • Analyse der Umweltproben auf Wasserbaustein-spezifische Bestandteile
  • Untersuchungen von Wasserbausteinen auf deren Feststoffgehalt und die Freisetzung von Schad- und Nährstoffen unter naturnahen Bedingungen
  • Vergleich des Einflusses der Gewässereigenschaften (Binnen- und Küstengewässer, Fließgewässer, stehende Gewässer) auf die Freisetzung
  • Anpassung standardisierter Testverfahren an die Fragestellungen der WSV und damit im Oberflächenwasser

Schiff mit Ausrüstung zur ProbenahmeFreilandbeprobung am Elbe-Havel-Kanal

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