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NanoQuant

Nanomaterialien setzen sich aus sehr kleinen Partikeln zusammen, von denen laut EU-Definition mindestens die Hälfte in einer Richung 1 bis 100 nm groß ist. Diese Nanopartikel können natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein und unterschiedliche Formen haben wie Kugeln, Röhren oder Plättchen. Ihre neuartigen Eigenschaften macht man sich bei der Herstellung unterschiedlichster Produkte zunutze. Selbstreinigende Dachziegel, wirksame Sonnencrèmes oder Regen abweisende Kleidung sind nur einige Beispiele dazu. Trotz des Einsatzes von Nanomaterialien in unterschiedlichsten Produkten ist bislang nur wenig über deren Verbleib in der Umwelt bekannt.

Die BfG erarbeitet im Rahmen des Projektes "NanoQuant – Relevanz von Nanopartikel in Bundeswasserstraßen" Grundlagen zur Untersuchung der Nanomaterialien in Oberflächengewässern.

Dabei sollen vor allem folgende Fragen geklärt werden:

  • Können künstliche Nanomaterialien und deren Umwandlungsprodukte in Bundeswasserstraßen nachgewiesen werden und welche Methoden sind dazu geeignet?
  • In welchem Unfang werden industriell gefertigte Nanopartikel in Bundeswasserstraßen freigesetzt?
  • Welchen Veränderungsprozessen unterliegen Nanomaterialien in Bundeswasserstraßen?
  • Wo liegen dabei die Hauptsenken?
  • Sind Unterhaltungsmaßnahmen der WSV zukünftig betroffen?

Bei den Untersuchungen setzt die BfG moderne und umfangreiche Analysetechnik ein:

  • Asymetrische Feldflussfraktionierung (AF4) gekoppelt an unterschiedliche Detektoren: Mehrwinkellichtstreudetektion und induktiv gekoppelte Plasmamassenspektrometrie (ICP-MS)
  • ICP-OES, AAS
  • Nano-Tracking-Analysis (NTA) und dynamische Lichtstreuung (DLS)
  • Elektronenmikroskopie

Die BfG leistet so einen Beitrag zur Risikoabschätzung zum Verhalten von Nanomaterialien in Oberflächengewässern.

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