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Experten der BfG tragen Praxiswissen in deutsche Universitäten (25.01.2013)

Als Ressortforschungseinrichtung pflegt die BfG traditionell enge Kontakte in die deutsche Universitätslandschaft. Von diesen Verbindungen profitieren beide Seiten gleichermaßen. Ausdruck findet dies zum Beispiel in gemeinsamen Forschungsprojekten, in der partnerschaftlichen Ausbildung von Diplomanden und Doktoranden aber auch in der personellen Unterstützung des Lehrbetriebs durch BfG-Mitarbeiter.

Jüngst erhielt ein weiterer Mitarbeiter der BfG einen Ruf an eine deutsche Universität: Dr. rer. nat. habil. Jochen Koop wurde zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Koblenz-Landau ernannt. Dort ist er Dozent im Studiengang Bio- und Geowissenschaften und steht insbesondere für den Themenschwerpunkt „Angewandte Ökologie und Limnologie der großen Fließgewässer Mitteleuropas“.

Im „wahren Leben“ leitet Jochen Koop das Referat „Tierökologie“ in der BfG. Sein Wissen, das er an der Universität an Studenten und Doktoranden weitergibt, stammt also weniger aus akademischen Betrachtungen als vielmehr aus den konkreten Erfahrungen der täglichen Anforderungen in einer für alle großen deutschen Gewässer zuständigen Bundesoberbehörde. Zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet Jochen Koop die Wissensgrundlagen zu Fragen der Tierökologie und zur angewandten Fließgewässerökologie an Bundeswasserstraßen. Aktuelle Themen sind die räumlich-zeitliche Entwicklung der Fauna in Bundeswasserstraßen (Biodiversität), die ökologischen Auswirkungen extremer Abflussereignisse (Hoch- und Niedrigwasser), Auswirkungen des Klimawandels, die ökologische Durchgängigkeit, die Entwicklung von Indizes zur biologisch-ökologischen Gewässerbewertung und die umweltverträgliche Verwendung von Wasserbaumaterialien.

Prof. Dr. Jochen Koop und Prof. Dr. Roman HeiligenthalProf. (apl.) Dr. Jochen Koop bei der Überreichung der Ernennungsurkunde durch den Präsidenten der Universität Koblenz-Landau, Prof. Dr. Roman Heiligenthal (Foto: Förg/Uni Koblenz-Landau)

Erst im Sommer letzten Jahres war Dr. rer. nat. habil. Thomas Ternes, ebenfalls an der Uni Koblenz-Landau, zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Im Studiengang Bio- und Geowissenschaften doziert er zu Themen der Umweltchemie und Umweltanalytik. In der BfG leitet Thomas Ternes das Referat „Gewässerchemie“. Untersuchungen von Wasser, Sedimenten und Böden gehören hier zum Tagesgeschäft. Eine Besonderheit ist die Betrachtung von neuartigen Schadstoffen. Zu diesem Themenkomplex konnte ein Exzellenzprojekt der EU eingeworben werden.

Im Jahr 2011 wurde Dr.-Ing. Hans Moser als Honorarprofessor ins Fachgebiet „Wasserwirtschaft und Hydrosystemmodellierung“ an der Technischen Universität Berlin berufen. In der BfG leitet Hans Moser seit 2004 die Abteilung „Quantitative Gewässerkunde“. Zuvor war er im Jahr 1995 als Baureferendar in die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) eingetreten. Es folgten verschiedene Stationen in der WSV (NBA Hannover, WSA Eberswalde) mit Aufgaben beim Ausbau des Mittellandkanals und der Havel-Oder-Wasserstraße. Vor dem Wechsel zur BfG war Hans Moser Referent im BMVBS.

Von allen aktuellen BfG-Dozenten kann Prof. Dr. Joachim Behrens auf die längste Erfahrung in der Lehre zurückschauen. Bereits seit 1994 hat er bis zum heutigen Tag Lehraufträge im Bereich Gewässervermessung an verschiedenen Technischen Universitäten (Darmstadt, Dresden, München). Im Jahr 2007 wurde er an der TU Darmstadt zum Professor ernannt. In der BfG leitet Joachim Behrens seit vielen Jahren das Referat Geodäsie. Zur täglichen Arbeit gehören hier Themen aus der Geokinematik und Geotopographie sowie Angewandte Forschung in der Gewässer- und Objektvermessung.

Neben diesen Professoren gibt es mehr als ein Dutzend weitere Kolleginnen und Kollegen in der BfG, die an Hochschulen Lehraufträge haben. Sie bringen ihr Praxiswissen an Universitäten und Fachhochschulen in Bingen, Bonn, Hannover, Hamburg, Kaiserslautern und Koblenz ein.

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