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Commons Workshop: Regeln für EU-Forschungsinfrastruktur (04.04.2018)

DANUBIUS-RI, eine neue, bedeutende, langfristig angelegte EU-Infrastruktur zur Erforschung von Fluss-Meer-Systemen, ist derzeit in der Vorbereitungsphase. Eine wegweisende Veranstaltung fand jetzt vom 21. bis 23. März bei der BfG in Koblenz statt. 40 Teilnehmer aus 14 EU-Ländern diskutierten die "Commons", also gemeinsame Regeln für die wissenschaftliche und administrative Zusammenarbeit in der Umsetzungsphase.

Die BfG leitet, gemeinsam mit der University of Stirling (UK), das Arbeitspaket „Commons“ der zukünftigen Forschungsinfrastruktur. "DANUBIUS-PP" (Preparatory Phase) ist das Vorbereitungsprojekt für die Forschungsinfrastruktur und wird aus Mitteln des Förderprogramms "Horizont 2020" der EU finanziert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die von der BfG für DANUBIUS-PP erarbeiteten Entwürfe. Diese "Principles and Commons" definieren die wissenschaftlichen und administrativen Standards für den ab 2020 angestrebten operativen Betrieb der Forschungsinfrastruktur DANUBIUS-RI. Die "Commons" sind somit ein wesentlicher Grundstein und Regelwerk für die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten. Sie sollen unter anderem für eine bessere Vereinbarkeit der Methoden und Prozesse sorgen, die innerhalb der Forschungsinfrastruktur angewendet werden.

Neben dem "Commons Workshop" fanden zwei weitere begleitende Veranstaltungen in der BfG statt:

  1. Ein von der DANUBIUS-Gesamtkoordination veranstalteter "Supersites Workshop", bei dem Grundsatzfragen und Kriterien zur Auswahl und zum Betrieb von Naturlaboren thematisiert wurden. So ist z. B. in Deutschland die Tideelbe eine der "Supersites". Das sind ausgewählte Gewässersysteme von herausragender wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung für die DANUBIUS-Forschungsinfrastruktur.
  2. Die Sitzung der Steuerungsgruppe des Aufbauprojekts DANUBIUS-PP, bei der die Ansprechpartner der beteiligten Institutionen vertreten waren.

Logo DANUBIUS Preparatory PhaseLogo DANUBIUS Preparatory Phase

DANUBIUS-RI wird es Wissenschaftlern ermöglichen, interdisziplinäre Forschung an Fluss-Meer-Systemen durchzuführen. Während der ersten ca. fünf bis zehn Jahre werden die Forschungsschwerpunkte beim Management von Sedimenten und Ökosystemen, deren Veränderungen und daraus resultierenden Auswirkungen liegen. Im Vordergrund stehen dabei die flussgebietsbezogene Betrachtung, die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, der Aufbau wissenschaftlicher Exzellenz, der wissenschaftliche Austausch und die Stärkung interdisziplinärer Forschung, so wie es im Rahmen des European Strategy Forum of Research Infrastructures (ESFRI) verankert wurde.

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