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Bundesprogramm Blaues Band Deutschland (21.09.2017)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) haben in einer gemeinsamen Initiative das „Bundesprogramm Blaues Band Deutschland“ ins Leben gerufen. Es wurde vom Bundeskabinett beschlossen und soll die Renaturierung von Flüssen und Auen im Netz der Bundeswasserstraßen fördern.

Das Netz der Binnenwasserstraßen hat eine Länge von ca. 7300 km. Diese Wasserwege stellen einen wichtigen Verkehrsträger dar. Während sich der meiste Güterverkehr auf die Hauptwasserstraßen konzentriert, werden auf vielen anderen Flussabschnitten nur noch wenige oder keine Güter transportiert. Diese Nebenwasserstraßen von insgesamt rund 2800 km Länge dienen heute vorrangig dem Personen- und Freizeitverkehr. Sie haben oftmals naturnahe Gewässerstrukturen sowie ein hohes ökologisches Entwicklungspotential und bieten deshalb vielfältige Möglichkeiten für Renaturierungen.

Im Rahmen des Programms sollen die Nebenwasserstraßen und ihre Auen ökologisch aufgewertet und zugleich für Freizeit und Erholung attraktiver gemacht werden. Zusammen mit „ökologischen Trittsteinen“ in den Hauptwasserstraßen kann so ein Biotopverbund von nationaler Bedeutung entstehen.

Nach dem Startschuss von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am 23.9.2016 hat das Bundeskabinett am 1.2.2017 das Programm offiziell beschlossen. Seitdem arbeiten die Akteure an den fachlichen Grundlagen und der Umsetzung. In fünf Pilotprojekten an Rhein und Weser werden Renaturierungsmaßnahmen an Flussstrecken geplant, durchgeführt und erprobt. Die BfG begleitet dieses langfristig angelegte Programm wissenschaftlich und berät die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), das BMVI und das BMUB bei der Umsetzung.

Detaillierte Informationen zum Bundesprogramm Blaues Band Deutschland können auf dessen Website (s. u.) abgerufen werden. Einen schnellen Einstieg ins Thema liefert der Kurzfilm des BMVI, der auf YouTube angesehen werden kann.

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