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“Summer School” zu Plastik in Gewässern: Teilnehmer aus 15 Ländern (24.07.2017)

“Plastik im Meer und in Binnengewässern” war das Thema einer einwöchigen “Summer School”, zu der 20 Teilnehmer aus 15 Ländern in der BfG zusammenkamen. Die fünf Veranstaltungstage vom 17. bis 21. Juli 2017 waren mit einem anspruchsvollen Programm und hochkarätigen Referenten bestückt.

In den ersten beiden Tagen wurden die theoretischen Grundlagen vermittelt. Wissenschaftler aus der BfG und Experten aus Verwaltung, Ministerien und Universitäten referierten über den Stand der Wissenschaft und diskutierten mit den Teilnehmern die gesellschaftliche und wirtschaftliche Dimension des Themas. Zu den Referenten gehörten Vertreter der Weltbank, der UNESCO, der Europäischen Kommission, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, der Kunststoffindustrie und der Nichtregierungsorganisation "Plastic Soup Foundation".

Der praktische Teil begann mit der Entnahme von Schwebstoffproben aus dem Rhein. Experten der BfG informierten über die weitere Behandlung der Proben und neue Möglichkeiten der Analytik. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde hat das Wissen und die Laborausstattung dafür, denn sie untersucht in einem Forschungsprojekt das Verhalten von Plastik in der aquatischen Umwelt. Eine Exkursion zur Rheingütestation in Worms und in die Welterbe-Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal ergänzte den praktischen Teil.

Teilnehmer vor der mobilen DurchflusszentrifugeChristian Kochleus demonstriert am Rhein die Probenahme mit der mobilen Durchflusszentrifuge der BfG

Im zweiten Teil der Summer School sprachen die Teilnehmer über die spezifische Situation in ihren Ländern und diskutierten darüber, wie der Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt reduziert werden kann. Dabei standen vier Themenblöcke auf dem Programm: "Plastik und Gesellschaft", "Plastik und Wissenschaft", "Plastik und Gesetzgebung" sowie "Plastik im Jahr 2050".

GruppenibldDie Teilnehmer der Summer School 2017 vor dem BfG-Gebäude

Die Teilnehmer kamen aus Ägypten, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Indien, Indonesien, Italien, Liberia, Mexiko, Nigeria, Philippinen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowenien und Südafrika.

Die Summer School wurde von der Bundesanstalt für Gewässerkunde organsiert, in enger Kooperation mit dem Internationalen Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel (ICWRGC), dem Danube International Centre for Advanced Studies for River-Delta-Sea Systems Research Infrastructure (DANUBIUS-RI), dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), der UNESCO-IHP International Initiative on Water Quality (IIWQ) und den UNESCO-Büros in Nigeria (Abuja), Indonsien (Jakarta) und Italien (Venedig). Ziel war es, Wissen über den Stand der Forschung zu vermitteln, den Startschuss für den Aufbau eines weltweiten Netzwerks von Experten zu geben und so langfristig eine globale Zusammenarbeit zur Verringerung der Plastikbelastung der Umwelt zu ermöglichen. Außerdem ist die Summer School ein wichtiger Beitrag Deutschlands zur IIWQ.

Bereits im Juni 2016 veranstaltete die BfG in Berlin im Auftrag des BMUB zusammen mit dem Umweltbundesamt eine Konferenz auf europäischer Ebene zu Plastik in Binnengewässern. Dabei diskutierten 220 internationale Vertreter aus Politik und Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen, Industrie, Wasserressourcen- und Abfallmanagement und Wissenschaft über verschiedene Themenbereiche wie Vorkommen, Umweltrelevanz, Risikowahrnehmung oder Maßnahmenoptionen von Plastik in Binnengewässern.

Ansprechpartner in der BfG: Dr. Georg Reifferscheid (reifferscheid@bafg.de) und Dr. Friederike Stock (stock@bafg.de).

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