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ReWaM-Statuskonferenz: Neue Impulse für die Wasserwirtschaft (14.02.2017)

Auf der ReWaM-Statuskonferenz in Dresden diskutierten am 25. und 26. Januar 2017 mehr als 250 Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis über passfähige und anwendungsorientierte Wissens-, Informations- und Entscheidungsgrundlagen für ein regionales Wasserressourcen-Management. Das Vernetzungs- und Transfervorhaben ReWaMnet von der BfG veranstaltete die Tagung.

„Wasserpraxis zwischen Rahmen und Richtlinien“ – so lautete das Motto der Statuskonferenz der im Frühjahr 2015 gestarteten BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ (ReWaM). Nach gut der Hälfte der Laufzeit präsentierten die 15 beteiligten Verbundprojekte Zwischenergebnisse ihrer Forschungstätigkeit und diskutierten diese mit dem Fachpublikum. In vier separaten Vortragsblöcken lag der Schwerpunkt auf den Themenfeldern Gewässermonitoring, gewässerökologische Bewertungsverfahren, Management der Wasserqualität sowie Wasserbewirtschaftung in siedlungsgeprägten Räumen. Unter anderem wurden neue bootsgestützte Messsysteme präsentiert, die zur Erfassung physikalischer sowie chemischer Parameter und der räumlichen Strukturen von Oberflächengewässern dienen. Dabei standen insbesondere Lösungen für kleine und mittelgroße Fließgewässer im Mittelpunkt sowie die Visualisierung der Messdaten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf neuartigen gewässerbezogenen Bewertungsverfahren. Zwei Projektkonsortien arbeiten daran, die Leistungen der Gewässer-Ökosysteme zu beschreiben und Bewertungsverfahren dafür zu formulieren. Im Ergebnis soll eine ergänzende Entscheidungsgrundlage in der Wasserbewirtschaftung entstehen. Ein Verbundforschungsprojekt hat dabei insbesondere die Fluss- und Auenbewirtschaftung im Blick, ein anderes Projekt forscht an biologisch-ökologischen Kriterien und Methoden für das Monitoring des Grundwassers.

Neben den Vorträgen aus den Projekten debattierten Forscher und Praktiker in zwei Podiumsdiskussionen über die Umsetzung der Europäischen Rahmenrichtlinien und blickten auf Faktoren für einen gelungenen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis. Als Gastredner erörterte Dr. André Weidenhaupt, Generaldirektor des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur in Luxemburg, die Herausforderungen einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser aus internationaler Sicht. In seinem Eröffnungsvortrag betonte er, dass die Ziele einer nachhaltigen Wasserpolitik und die Ziele anderer Politikfelder in sich schlüssig gestaltet werden müssten.

Erste Ergebnisse und weiterführende Informationen zur BMBF Fördermaßnahme ReWaM sind unter folgendem Link abrufbar:
www.bmbf.nawam-rewam.de/publikationen

Weitere fachliche Informationen: Alexia Krug von Nidda, Dr. Sebastian Kofalk, Tel.: 0261/1306-5331, E-Mail: rewamnet@bafg.de

Dr. André Weidenhaupt während seines VortragesDen Eröffnungsvortrag hielt Dr. André Weidenhaupt, Generaldirektor des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur in Luxemburg

Teilnehmer der PodiumsdiskusionTeilnehmer der Podiumsdiskussion debattierten über die Umsetzung der Europäischen Rahmenrichtlinien

FachausstellungBegleitend zur Konferenz präsentierten die Projekte ihre Ergebnisse auf der ReWaM-Fachausstellung

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