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30./31. März 2017 in Koblenz

Workshop „Möglichkeiten und Perspektiven von Biotestverfahren in der Gewässerüberwachung und Bewertung“

Neben den klassischen organismischen Testverfahren haben sich in den vergangenen Jahren die suborganismischen In-vitro-Verfahren zur Bewertung toxischer Effekte von Umweltproben und Einzelsubstanzen in hohem Maße technologisch weiterentwickelt.

Diese Methoden werden zunehmend für ein effektbasiertes Umweltmonitoring genutzt und erlauben die Erfassung spezifischer, sublethaler Effekte von Einzelsubstanzen sowie Mischungen unterschiedlicher Komplexität. Bislang werden in-vitro-basierte, bioanalytische Ansätze als Screeningmethoden z. B. zur Untersuchung von Oberflächen- und Abwasser sowie zur Charakterisierung von Sedimenten und Baggergut eingesetzt. Ihr Nutzen in der Ökotoxikologie beruht auf der Möglichkeit, mechanistische Ursachen toxischer Effekte zu untersuchen sowie auf ihrer Hochdurchsatzfähigkeit. Eine große Herausforderung besteht hinsichtlich der Interpretation von In-vitro-Testergebnissen bei der Bewertung der Gewässerqualität. Die zentrale Frage ist, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Ansätzen biologische Verfahren mit einem Schwerpunkt auf In-vitro-Methoden für die Risikobewertung und Regulatorik anwendbar sind.

Im Rahmen des Workshops sollen aktuelle Ansätze zur Nutzung von Biotestverfahren mit einem Fokus auf In-vitro-Verfahren in der aquatischen Ökotoxikologie dargestellt sowie deren mögliche Anwendung und Interpretation vor einem regulatorischen Hintergrund diskutiert werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Behördenvertreter aus dem Bereich der Umweltregulatorik und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie Experten aus Forschungseinrichtungen und Industrie.

Ansprechpartner: Dr. Sebastian Buchinger (buchinger@bafg.de)

Vorträge der Veranstaltung zum Download als pdf-Datei
Donnerstag, 30. März 2017
13:00Eröffnung und Einführung
Impulsvorträge
13:15Welche Wirkweisen von Wasserkontaminanten können mit In-vitro-Testverfahren detektiert werden und was braucht es für die regulatorische Bewertung?
Prof. Dr. Rolf Altenburger, Institut für bioanalytische Ökotoxikologie, UFZ
13:45Können und wollen wir endokrine Disruption auf Basis von In-vitro-Daten vorhersagen?
Dr. Martin Wagner, Institut für aquatische Ökotoxikologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main
14:15Das Modul „Oekotox“ des ModulStufen-Konzeptes der Schweiz
Dr. Etienne Vermeirssen, Ökotoxzentrum der Eawag, Schweiz
14:45Alternativmethoden im Bereich Ökotoxikologie und Umweltverhalten aus Sicht eines Chemieunternehmens
Bjoern Hidding, Experimentelle Ökologie, BASF
15:45Mess- und Analyseverfahren im Abwasserbereich und der Stand der Technik
Dr. Frank Brauer, Umweltbundesamt
16:15Einsatz von Biotestverfahren aus Sicht des Ländervollzugs
Dr. Brigitte von Danwitz, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen

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