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13./14. September 2016 in Koblenz

Kolloquium „Modellierung aktueller Fragestellungen zur Wassermengenbewirtschaftung an Bundeswasserstraßen“

Die Wasserstraßen des Bundes verbinden sehr unterschiedliche hydrologische Regionen des Bundesgebiets miteinander. Sie sind teilweise frei fließend, aber häufig auch staugeregelte natürliche bzw. künstliche Gewässer, die mit ihrem Einzugsgebiet interagieren und in beträchtlichem Maß durch uns Menschen bewirtschaftet werden.

Die Bewirtschaftung wird immer dann notwendig, wenn das natürlich vorhandene Wasserdargebot in seiner räumlichen und zeitlichen Verteilung nicht dem jeweiligen Wasserbedarf in Menge und Beschaffenheit entspricht. Da die Konstellationen dieser beiden Größen in verschiedenen Teilen Deutschlands ganz unterschiedlich sind, fallen auch die Bewirtschaftungsmaßnahmen zur Umverteilung des Wassers regionsspezifisch unterschiedlich aus.

Im Kolloquium werden aktuelle Fallbespiele der Wassermengenbewirtschaftung vorgestellt, die diese regionsspezifische Vielfalt widerspiegeln, insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeiten und Grenzen ihrer modelltechnischen Abbildung zur Vertiefung von System- und Prozessverständnis.

Grundlagen jeglicher Modellierung von Bewirtschaftungsmaßnahmen sind Wassernutzungsdaten, die in Deutschland (mit Blick auf die räumliche und zeitliche Skale) heterogen verfügbar sind. Der Aspekt ihrer Beschaffung und Qualität wird vor diesem Hintergrund ebenso diskutiert wie die Möglichkeiten ihrer Plausibilisierung von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Zusätzlich wird versucht, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dazu werden die notwendigen Annahmen zur Entwicklung von sektorbezogenen Wassernutzungsszenarien thematisiert.

Trotz aller regionsspezifischen Besonderheiten kann es bei den Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung auch überregionale oder sektorübergreifende Gemeinsamkeiten geben. Daher richtet das Kolloquium den Blick auch über den Tellerrand der Wasserbewirtschaftung der Bundeswasserstraßen und wurde dazu mit einer Reihe von Beiträgen bereichert, die wasserwirtschaftlichen Fragestellungen benachbarter Regionen und Sektoren beleuchten. Dies inspiriert und führt im besten Fall dazu, hier und da die Übertragbarkeit der vorgestellten Lösungsansätze und Methoden auf andere Gebieten oder Handlungsfelder zu untersuchen.

Die Veranstaltung richtet sich an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), an Bund und Länder, aber auch an Hochschulen und wirtschaftliche Institutionen.

Ansprechpartner: Dr. Anna-Dorothea Ebner von Eschenbach (EbnerVonEschenbach@bafg.de)

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