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11./12. Juni 2015 in Koblenz

23. Chemisches Kolloquium „Qualitativ-gewässerkundliche Aspekte der WSV-Arbeit“

Wasserstraßen sind unverzichtbare Bestandteile des deutschen und transeuropäischen Verkehrsnetzes. Sie sind leistungsfähig zu erhalten und zu gestalten. Wasserstraßen bilden zugleich einen unverzichtbaren Lebens- und Erholungsraum. So verbinden sich z. B. mit dem Bundesprogramm „Blaues Band“ neue Erwartungen auch an die Wasserstraßen. Nicht alle Wasserstraßen insbesondere im Binnenbereich sind für den Güterverkehr gleichermaßen bedeutsam. Das Netz der Bundeswasserstraßen umfasst insgesamt ca. 7.350 km Flüsse und Kanäle sowie 23.000 km2 Seewasserstraßen. Binnen- und Seewasserstraßen bilden damit einen großen Teil der Wassergebiete, in denen in Deutschland über 6 Millionen Menschen regelmäßig Wassersport treiben oder baden. Unterschiedliche Anforderungen, Erwartungen und Möglichkeiten haben bereits heute Auswirkungen auf das Unterhaltungsregime der Wasserstraßen. Diese Diversifizierung wird sich zukünftig verstärken.

Dem in der europäischen Umweltpolitik verankerten Integrationsprinzip folgend sind Umweltbelange in die Unterhaltung der Wasserstraßen fest integriert. Nutzung der Gewässer und Nutzungsänderungen wirken sich auch auf die Gewässerqualität aus. Vor dem Hintergrund sich entwickelnder wasser-, naturschutz-, abfall- und bodenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene, zur Berücksichtigung der Anforderungen, die sich aus den Handlungszielen in den Flussgebieten ergeben, sowie infolge des Fortschritts in Wissenschaft und Technik ist das Verwaltungshandeln der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) deshalb auch unter dem Aspekt der Gewässerqualität einer laufenden Prüfung und Anpassung zu unterziehen. Die WSV wird dazu von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) beraten. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Einblicke in aktuelle Trends und in einschlägige Untersuchungsergebnisse, Studien, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der BfG und ihrer Partner herzustellen, die unmittelbaren Bezug zur Arbeit der WSV heute und in Zukunft haben.

Ansprechpartner: Dr. Peter Heininger (ternes@bafg.de)

Vorträge der Veranstaltung zum Download als pdf-Datei
Donnerstag, 11. Juni 2015
13:00Eröffnung und Einführung
Michael Behrendt, Dr. Peter Heininger, Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
Nutzung der Wasserstraßen
13:15Angewandte Fließgewässerökologie: EG-WRRL, multiple Stressoren, Renaturierung und menschliche Wahrnehmung
Prof. Dr. Peter Haase, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
13:45Integrierende Nutzungskonzepte und Unterhaltung von Nebenwasserstraßen
Dr. Manuela Osterthun, Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Außenstelle Mitte
14:15Stand und Perspektiven einer zukünftigen Badenutzung der Ruhr
Dr. Wolf Merkel, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser
Sedimente und Baggergut
15:30Schadstoffreduktionsziele zur Erreichung einer guten stofflichen Sedimentqualität im Elbe-Einzugsgebiet
Dr. René Schwartz, Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
16:00Systemstudie Spittelwasser – Bedeutung überwiegend partikulär gebundener, organischer Schadstoffeinträge in das Flusssystem Elbe
Dr. Patrick Jacobs, Tauw GmbH
16:30Umsetzung des Sedimentmanagementkonzeptes in Sachsen-Anhalt
Petra Kasimir, Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt
Diffuse Einträge
17:00Diffuse Stoffeinträge in Gewässer – Siedlungs- und Verkehrsflächen
PD Dr. Patricia Göbel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Freitag, 12. Juni 2015
Diffuse Einträge (Fortsetzung)
09:00Elutionskriterien zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit von Wasserbausteinen im Rahmen der Novellierung der TLW
Dr. Lars Düster, Steffen Wahrendorf, BfG
09:30Mikroplastik in Binnen- und Küstengewässern ‒ eine neue Herausforderung im Hinblick auf Analytik, Risikobewertung und Regulatorik
Dr. Georg Reifferscheid, BfG
Verkehrsbedingte Stoffeinträge
10:30Alarmüberwachung in NRW an Rhein und Ruhr ‒ Belastungen schnell erkennen und informieren ‒ Basis für Sofortmaßnahmen, Gefahrenabwehr und Verursacherermittlung
Dr. Harald Rahm, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
11:00Gasförmige Emissionen aus der Seeschifffahrt ‒ das Problem, relevante Regelungen und deren Umsetzung
Dr. Stefan Schmolke, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
11:30Erfassung des Sportbootbestands in Deutschland und Abschätzung des Biozideintrags
Dr. Burkhard Watermann, Limnomar

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