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FLYS – Flusshydrologischer Webdienst

FLYS ist ein web-basiertes Informations- und Analysesystem für Experten. In der Grundfunktion berechnet es stationäre Wasserspiegellagen zu frei wählbaren Abflüssen. Der Anwender kann also gewissermaßen einen "virtuellen Pegel" an jedem beliebigen Flusskilometer platzieren und auch dort Aussagen zum Wasserstand treffen, wo dieser in der Regel nicht gemessen wird. Darüber hinaus verbindet FLYS viele weitere hydrologische und morphologische Mess- und Modelldaten mit den berechneten Wasserständen.

Berechnete Wasserstände gehören zu den Kerninformationen der mathematischen Abflussmodellierung. Der Webdienst FLYS bringt diese Daten mit weiteren, gemessenen oder abgeleiteten Geodaten in Verbindung. Das System kann Daten nicht nur visualisieren, sondern auch auswerten. Deswegen wird es zur Lösung vieler hydrologischer, morphologischer und ökologischer Fragestellungen an Binnenwasserstraßen genutzt. FLYS wurde als Expertensystem konzipiert, ist aber dank zahlreicher definierter Bearbeitungsabläufe ("Workflows") intuitiv zu bedienen.

Der Dienst durchläuft derzeit seine Erprobungsphase in der Praxis und ist nach Registrierung (FLYS-Fachdienst@bafg.de) frei zugänglich. Für Interessenten, die sich einen Überblick über die Funktionen verschaffen wollen, gibt es einen Demo-Datensatz, mit dem sie den Dienst ohne Registierung testen können: FLYS-Demozugang im BfG-Geoportal*

Die Entwicklung von FLYS als PC-Software begann schon 1998. Seitdem entwickelt die BfG, zusammen mit der WSV, das System ständig weiter. Eine tiefgreifende Erneuerung brachte das EU-Projekt "LABEL": Zwischen 2010 und 2013 wurde FLYS neu konzipiert und auf Basis freier Software-Komponenten zu einem modernen Webdienst umgestaltet. Mit zentralen Datenbanken wie SGM oder SedDB verbunden, ist FLYS heute ein umfassendes Fachinformations- und Analysesystem im BfG-Geoportal, das auch weiterhin kontinuierlich verbessert wird.

*Mit diesem Demo-Datensatz ist keine reale hydrologische oder morphologische Analyse möglich, da er teilweise auf fiktiven Messungen und Modellierungen beruht.

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