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Zur Geschichte der Bundesanstalt für Gewässerkunde

Die Wurzeln der BfG liegen weit über 100 Jahre zurück im gemeinsamen Wasserausschuss der deutschen Staaten Baden, Bayern, Preußen und Württemberg. Diese taten sich anlässlich der Hochwasserkatastrophen der 80er- und 90er-Jahre des 19. Jahrhunderts zusammen, um die Gewässer und deren Abflussvorgänge genauer zu erforschen. Im Jahr 1902 ging in Berlin die Preußische Landesanstalt für Gewässerkunde daraus hervor, die schließlich 1928 mit dem Büro für Hauptnivellements und Wasserstandsbeobachtungen vereint wurde.

Bei der Erstellung bedeutender Stromwerke wurden Führungsaufgaben übernommen, die schon früh zu hohem fachlichen Ansehen führten. Die Linie von der Preußischen Landesanstalt zur Bundesanstalt für Gewässerkunde führte – unter der Betonung des Zentralstaates – im Jahr 1941 zur Angliederung an den Generalinspektor für Wasser und Energie. Die Zuständigkeit wurde so auf das gesamte Reichsgebiet ausgedehnt.

In den ehemals sowjetisch besetzten Gebieten wurden die Arbeiten bereits ab 1945 in der Forschungsanstalt für Schiffahrt, Gewässer- und Bodenkunde, später im Hauptamt für Hydrologie und schließlich im Institut für Wasserwirtschaft (IfW) in Berlin fortgeführt. Als wissenschaftliche Einrichtung war das IfW zunächst dem Amt für Wasserwirtschaft, später dem Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft unterstellt.

Im Westen entstand 1948 die Forschungsanstalt für Gewässerkunde mit Sitz in Bielefeld. Am 1.11.1949 wurde das Institut in Bundesanstalt für Gewässerkunde umbenannt und bereits mit Gründung der Bundesrepublik dem Verkehrsminister unterstellt. Im Juni 1952 erfolgte der Umzug nach Koblenz in die Gebäude in den Kaiserin-Augusta-Anlagen, wo bis zum Sommer 2003 der Hauptsitz war.

Seit der Wiedervereinigung im Oktober 1990 arbeiteten die beiden Standorte Koblenz und Berlin mit ihrer gebündelten Fachkompetenz und den regionalspezifischen Kenntnissen zusammen. Mit Schließung der Außenstelle in Berlin zum Ende des Jahres 2002 werden jetzt alle Aufgaben zentral von Koblenz aus wahrgenommen.

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