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Quantitative Gewässerkunde

Der Durchfluss (Abfluss) in einem Gewässer ist bestimmend für seine Schiffbarkeit, beeinflusst die Versorgung seiner Anrainer mit Brauch- und Trinkwasser und kann bei Hochwasser zur Zerstörung von Natur- und Kulturgütern führen. Mit dem Wasser werden gelöste Stoffe und Sedimente transportiert. Letztere können sich auch an schifffahrtstechnisch ungünstigen Stellen ablagern und müssen dann entfernt werden. Findet dagegen ein ständiger natürlicher Abtransport von Sediment statt, tieft sich der Fluss ein mit der Folge, dass der Wasserspiegel sinkt und das empfindliche Ökosystem der Talaue Schaden nimmt. Diese Wechselwirkung zwischen Wasser- und Sedimentfluss bestimmt maßgeblich die Geometrie und die Gestalt des Gewässers. Die quantitativen Faktoren Durchfluss und Sedimenthaushalt können sowohl Flora und Fauna als auch die Nutzbarkeit eines Gewässers als Wasserstraße beeinflussen.

Bilderleiste zur quantitativen Gewässerkunde in der BfGQuantitative Gewässerkunde in der BfG

Im Rahmen der Quantitativen Gewässerkunde betrachtet die BfG die Geologie und Geometrie der Fließgewässer, die Abflussentwicklung sowie den Wasser- und Sedimenthaushalt. Die Untersuchungen und Messungen gehen dabei weit über den engeren Bereich der Wasserstraße hinaus und beschäftigen sich mit der Aue, dem flussnahen Grundwasser, den Entwicklungen im Einzugsgebiet bis hin zu den Auswirkungen des globalen Klimawandels. Dabei spielt die Entwicklung von Messgeräten und -verfahren sowie die Qualitätssicherung der gewonnenen Daten eine wichtige Rolle. In Verbindung mit geeigneten Simulations-, Vorhersage- und Prognosemodellen lassen sich auf dieser Basis belastbare Aussagen zur Wirkung von wasserbaulichen und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen sowie zur Abflussentwicklung im Einzugsgebiet aufstellen.

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