Navigation und Service

Ölüberwachung der Meere

Maritime Ölverschmutzungen können gravierende Auswirkungen auf marine Ökosysteme haben. Dabei sind es nicht nur die großen Tankerunglücke, die zu Umweltschäden führen. Auch kleinere, wenig beachtete Vorfälle tragen in der Summe dazu bei. Deutschland hat sich im Rahmen internationaler Übereinkünfte zur Überwachung der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee verpflichtet. Dies umfasst die Erkennung, Beobachtung und Bekämpfung von Ölverschmutzungen.

Hierzu setzt das Havariekommando ein kombiniertes System aus Fernerkundungstechniken, Driftprognosemodellen (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie - BSH) und Ölbekämpfungsschiffen ein. Radarsatelliten verschaffen für ein großes Seegebiet einen Überblick über mögliche Verschmutzungen. Eine hochauflösende und flexiblere Überwachung ist per Flugzeug möglich. Dazu betreibt das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ Flugzeuge vom Typ Dornier Do228. Diese Flugzeuge können dank ihrer multi-sensoriellen Missionsausrüstung eine Vielzahl an Informationen über eine Verschmutzung liefern. So wird der Einsatz der Ölbekämpfungsschiffe optimiert.

Ölüberwachungsflugzeug auf dem FlugfeldEines der Ölüberwachungsflugzeuge vom Typ Dornier Do228 - im neuen Design

Für den Einsatz von Fernerkundung zur Erkennung maritimer Ölverschmutzungen ist die BfG der wissenschaftlich-technische Berater von Havariekommando und BMVBS. Sie ist Auftraggeberin für den Ausbau der Missionsausrüstung der deutschen Ölüberwachungsflugzeuge und vertritt Deutschland in verschiedenen internationalen Gremien und Projekten. Die BfG begleitet die Einführung von Satellitendaten in die operationelle Nutzung. Sie führt eine Validierung der Dienste durch und trägt zu deren Weiterentwicklung bei.

Diese Seite

© 2017 BfG