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Wasserverfügbarkeit und Wirtschaft

Mensch und Wasser beeinflussen sich gegenseitig, die Wechselwirkungen lassen sich aus den Zeitreihen von Wasserhaushalts- und sozioökonomischen Größen ablesen. Diese unterliegen diversen externen Einflüssen und umfassen verschiedene Raum- und Zeitskalen. Mit dem 2015 gestarteten Forschungsprojekt „WasserWirtschaft2050“ will die BfG zu einer quantitativen und modellhaften Beschreibung dieser Wechselwirkungen beitragen.

Zwischen der Verfügbarkeit von Wasser und der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft besteht eine wechselseitige Beziehung. So beeinflusst die globale und regionale Wirtschaft unter anderem den Wasserbedarf. Hierbei spielen Faktoren wie Bevölkerung, Urbanisierung, Lebensstandard, Energieproduktion, Technologie, Umweltschutz und Politik eine Rolle. Umgekehrt ist ebenso ein Zusammenhang zwischen der Verlässlichkeit der Wasserverfügbarkeit und der Prosperität von Volkswirtschaften nachweisbar.

Grafik: Wechselwirkungen zwischen Wasser und WirtschaftWechselwirkung zwischen Wasser und Wirtschaft sowie externe Faktoren. Die Wasserverfügbarkeit ist eine der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Diese beeinflusst wiederum durch Bewirtschaftungen (Wasserentnahmen und -rückleitungen, Talsperrensteuerung) den Wasserhaushalt eines Gebietes

Vor diesem Hintergrund umfasst das Projekt "WasserWirtschaft2050" drei sich ergänzende Bausteine:

  1. Implementierung von Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen in hydrologische Modelle, beispielhafte Anwendung in räumlichen und sektoriellen Fallstudien
  2. Vergrößerung der statistischen Datengrundlage der Wassernutzungen unter Verwendung sozioökonomischer Stellvertreterdaten und Transferfunktionen (Teilprojekt "Proxies")
  3. Entwicklung vollgekoppelter Modelle des Systems "Wirtschaft-Wasser" anhand ausgewählter Regionen und Nutzungen

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig dazu genutzt werden, die Wasserhaushaltsmodelle für Mitteleuropa um die verschiedenen Wasserbewirtschaftungsmaßnahmen zu erweitern und so die Modellgüte zu verbessern. Ergänzend zu den Simulationen potentieller Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt sollen auch Untersuchungen zu möglichen Folgen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen durchgeführt werden.

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